Aktualisiert 07.12.2010 19:20

Indien

Totes Kind und mehrere Verletzte nach Anschlag

Bei einem Anschlag in der indischen Pilger- und Touristenstadt Varanasi ist mindestens ein Mensch getötet worden.

In der Pilgerstadt Varanasi wurde ein Kleinkind getötet.

In der Pilgerstadt Varanasi wurde ein Kleinkind getötet.

Wie die Polizei mitteilte, starb ein Kleinkind durch eine Explosion während eines hinduistischen Waschrituals am Ufer des Ganges-Stroms.

Dutzende weitere Menschen, darunter mehrere Ausländer, wurden durch den Anschlag verletzt. Der indische Premierminister Manmohan Singh machte in einer ersten Reaktion die «unheilvollen Kräfte des Terrorismus» für den Anschlag verantwortlich.

Zu der Tat bekannte sich die islamistische Gruppierung der Indischen Mudschahedin. In einer an mehrere Medien verschickte E- Mail erklärte sie, der Anschlag sei die Reaktion auf ein kürzlich erfolgtes Urteil eines indischen Gerichts zu einem zwischen Hindus und Muslims umstrittenen Heiligtum in der hinduistischen Pilgerstadt Ayodhya.

Der Sprengsatz explodierte auf der Treppe zu einem rituellen Badeplatz am Ganges nahe dem Vishwanath-Tempel, als gläubige Hindus sich zum Abendgebet versammelten. Die Bombe war von geringer Sprengkraft und in einer Milchtüte versteckt. Die Explosion löste eine Panik aus.

Der Bundesstaat Uttar Pradesh, in dem Varanasi liegt, ist wiederholt Schauplatz von Terroranschlägen und religiös motivierter Gewalt gewesen. Hindu-Fanatiker stürmten im Dezember 1992 eine Moschee in der Stadt Ayodhya und legten sie Trümmer. Danach brachen Unruhen aus, bei denen rund 2000 Menschen getötet wurden.

(sda)

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