Erdbeben in Haiti: Totgeglaubtes Baby ist wohlauf
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Erdbeben in HaitiTotgeglaubtes Baby ist wohlauf

Ihr Name ist Programm, denn der Haitianerin Mary Miracle Seignon ist tatsächlich ein Wunder widerfahren: Ein halbes Jahr nach dem Erdbeben konnte sie ihre totgeglaubte Tochter in die Arme schliessen.

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Die glückliche Mutter mit ihrem todgeglaubten Baby Landina. Daily Telegraph

Die glückliche Mutter mit ihrem todgeglaubten Baby Landina. Daily Telegraph

Zum Zeitpunkt des grossen Erdbebens in Haiti im Januar befand sich die kleine Tochter von Marie Miracle Seignon in einem Spital in Port-au-Prince. Sie hatte sich laut dem Daily Telegraph schwerste Verbrennungen zugezogen, als das Haus, in dem sie mit ihrer Mutter lebte, abbrannte.

Als das Spital beim Beben einstürzte, glaubte ihre Mutter, Landina sei unter den Trümmern und hatte keinerlei Hoffnung, dass sie lebend gefunden würde. Doch das damals erst zwei Monate alte Mädchen überlebte. Da keine Angehörigen von ihm im grossen Durcheinander, welches auf der Insel herrschte, gefunden werden konnten, wurde Landina in ein anderes Spital überführt.

Dort wurde David Nott, ein von London eingeflogener Chirurg, auf das Mädchen aufmerksam. Man entschied, Landina nach England zu fliegen, wo man sich in einem Londoner Kinderspital ihren schweren Verletzungen annahm.

Glückliche Wiedervereinigung

In der Zwischenzeit haben Hilfsorganisationen weiterhin nach Verwandten von Landina gesucht und konnten vor sechs Wochen Seignon ausfindig machen. Nach einem DNA-Test verhalf man der 26-Jährigen zu Pass, Visa und Flugticket. Gestern konnte die überglückliche Mutter ihr totgeglaubtes Baby in London in die Arme schliessen.

Ob die beiden nach Haiti zurückkehren werden, ist unklar. Seignon: «Ich denke viel an die Zukunft. Wer weiss, was passieren wird.»

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