Bern: Tour de France ist nun teurer als geplant
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BernTour de France ist nun teurer als geplant

Das Gastspiel der Tour de France im letzten Juli in Bern kostet den Kanton mehr, als ursprünglich eingeplant wurde. Schuld ist der Terror-Anschlag von Nizza.

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Die Tour de France verlässt am Mittwoch, 20. Juli 2016, Bern.

Die Tour de France verlässt am Mittwoch, 20. Juli 2016, Bern.

Keystone/Lukas Lehmann
Zuvor hatten sie einen Ruhetag, bei dem sie die Stadt entdecken konnten.

Zuvor hatten sie einen Ruhetag, bei dem sie die Stadt entdecken konnten.

AP/Christophe ena
Die ersten Kilometer führen am Rosengarten und Bärengraben vorbei in Richtung Zytglogge.

Die ersten Kilometer führen am Rosengarten und Bärengraben vorbei in Richtung Zytglogge.

Keystone/Lukas Lehmann

Das Gastspiel der Tour de France kommt den Kanton Bern teurer zu stehen als geplant. Das wurde am Dienstag an einer Medienkonferenz der Berner und Walliser Behörden in Bern bekannt.

Für die Sicherheit und das Bereitstellen der Strecke ausserhalb der Stadt Bern hatte das Kantonsparlament ein Budget von 1,74 Millionen Franken bewilligt. Wegen dem hohen Sicherheitsaufwand nach dem Terroranschlag in Nizza gehen die Verantwortlichen nun von einer Budgetüberschreitung aus.

Genaue Zahlen noch nicht bekannt

Wie hoch der Mehraufwand effektiv ausfallen werde, stehe noch nicht fest, hiess es an der Medienkonferenz. Regierungsrat Christoph Ammann zog trotzdem eine positive Bilanz. Der Grossanlass habe viele Menschen nach Bern gebracht, und er werde auch eine längerfristige Wertschöpfung zur Folge haben.

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät blickt ebenfalls gerne auf den Besuch der Tour de France vom 18. bis 20. Juli zurück. «Die eindrücklichen Fernsehbilder wurden in der ganzen Welt gezeigt, und Bern konnte sich von der besten Seite präsentieren», sagte er vor den Medien.

Ein Drittel zahlen Stadt und Kanton

Das lokale Organisationskomitee in der Bundesstadt hatte ein Budget von rund zwei Millionen Franken. Davon wurde ein Drittel von Kanton und Stadt gedeckt, die anderen zwei Drittel wurden durch Sponsoren und Veranstaltungseinnahmen generiert. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Rechnung nicht negativ abschliesst.

Positiv ist auch die Bilanz des Kantons Wallis. Staatsrat Jean-Michel Cina wies darauf hin, dass mehr als 100'000 Radsportfans die Strassen säumten, als die Profis durchs Wallis fuhren. (sda)

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