Rigi: Tourist wird im Nebel von Zug erfasst und stirbt
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RigiTourist wird im Nebel von Zug erfasst und stirbt

Auf der Rigi wurde ein Tourist aus Südkorea bei einem Unfall tödlich verletzt. Es herrschte dichter Nebel.

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Auf der Rigi wurde ein Tourist (69) aus Südkorea bei einem Unfall tödlich verletzt. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Nebel.

Auf der Rigi wurde ein Tourist (69) aus Südkorea bei einem Unfall tödlich verletzt. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Nebel.

Keystone/Gaetan Bally
Blick von Rigi Kulm talwärts: Zwischen den beiden Stationen Rigi Kulm und Rigi Staffel geschah der Unfall.

Blick von Rigi Kulm talwärts: Zwischen den beiden Stationen Rigi Kulm und Rigi Staffel geschah der Unfall.

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Von der Station Rigi Staffel sind es nur noch wenige hundert Meter bis nach Rigi Kulm.

Von der Station Rigi Staffel sind es nur noch wenige hundert Meter bis nach Rigi Kulm.

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Am Montag ereignete sich um 14.45 Uhr auf der Rigi im Kanton Schwyz ein tragischer Bahnunfall. Ein Tourist aus Südkorea (69) wurde aus bislang ungeklärten Gründen zwischen den Stationen Rigi Staffel und Rigi Kulm von einem bergwärts fahrenden Zug erfasst und erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Rega nur noch den Tod des Mannes feststellen konnten.

Wieso der Mann im Gleisbereich unterwegs war, ist derzeit noch unklar: «Er hat den Kontakt zu seiner Reisegruppe verloren. Wie er auf den Gleisbereich kam, können wir noch nicht sagen», sagt David Mynall von der Kantonspolizei Schwyz auf Anfrage.

Passagiere bemerkten Unfall nicht

Der Verunfallte war mit einer rund zehnköpfigen Reisegruppe auf dem Berg. «Sie waren zu Fuss unterwegs von Rigi Kulm nach Rigi Staffel, als sie feststellten, dass eine Person fehlte», sagt Mynall weiter. Zu dieser Zeit habe auch die Alarmierung stattgefunden. Die Betreuung der Reisegruppe wurde mit Unterstützung des Care Teams und der südkoreanischen Botschaft sichergestellt.

Wie die Schwyzer Kantonspolizei am Dienstag weiter mitteilte, herrschte zum Unfallzeitpunkt auf Rigi Staffel dichter Nebel. «Die Rega konnte den Einsatz trotz des Nebels absolvieren», so der Polizeisprecher.

Zum Unfallzeitpunkt herrschte nicht viel Betrieb auf der Rigi: «Der Zug war mit Passagieren besetzt, diese haben den Unfall nicht mitbekommen. Sie mussten den Zug verlassen und sind das letzte Stück nach Rigi Kulm zu Fuss gegangen», sagt Mynall weiter.

Zugführer handelte «vorbildlich»

Die Rettungskräfte alarmiert hatte der Zugführer: «Wir haben klar definierte Abläufe für solche Ereignisse», sagt Stefan Otz, CEO der Rigi-Bahnen. «Der Zugführer hat die Rettungskräfte alarmiert und intern informiert. Er hat vorbildlich reagiert», sagt Otz weiter. Man habe ihn nach der Befragung in Empfang genommen und eine Betreuung durch das Care Team angeboten.

Die Strecke war laut Otz nur kurz unterbrochen: «Ein Gleis wurde gesperrt. Auf dem zweiten Gleis konnten Züge verkehren.» Ein grosses Besucheraufkommen habe es am Montag auf der Rigi nicht gegeben.

Angehörige werden eingeflogen

Einen solchen Vorfall auf offener Strecke habe man schon lange nicht mehr erlebt: «Wir mögen uns nicht erinnern, wann so etwas vorgefallen ist. Das dürfte mindestens 30 Jahre her sein», so der CEO. Man lege «grössten Wert auf Sicherheit»: Um solche Ereignisse zu verhindern, sei die Strecke auch mit Warnschildern und Piktogrammen versehen.

In Zusammenarbeit mit der südkoreanischen Botschaft haben die Rigi Bahnen die Betreuung der Hinterbliebenen organisiert. «Es werden Familienmitglieder des Verunfallten eingeflogen.» (20 Minuten)

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