Vatikanische Museen: Tourist zerstört antike Statuen – weil er den Papst nicht treffen durfte

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Vatikanische MuseenTourist zerstört antike Statuen – weil er den Papst nicht treffen durfte

Im Vatikan wurde am Mittwoch ein Mann festgenommen, nachdem er zwei antike Büsten zu Boden geworfen hatte. Zuvor wollte er mit dem Papst höchstpersönlich sprechen. 

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In den Vatikanischen Museen schmiss ein amerikanischer Tourist zwei Büsten zu Boden. 

In den Vatikanischen Museen schmiss ein amerikanischer Tourist zwei Büsten zu Boden. 

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Gemäss Medienberichten war der Mann sauer, weil er Papst Franziskus nicht treffen durfte. 

Gemäss Medienberichten war der Mann sauer, weil er Papst Franziskus nicht treffen durfte. 

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Zum Vorfall kam es in der Chiaramonti-Halle der Vatikanischen Museen, die mehr als 1000 Exponate beherbergt.

Zum Vorfall kam es in der Chiaramonti-Halle der Vatikanischen Museen, die mehr als 1000 Exponate beherbergt.

IMAGO/imagebroker

Darum gehts

Am Mittwoch wurde im Vatikan ein US-Amerikaner festgenommen. Er hatte zuvor in den Vatikanischen Museen zwei antike Büsten auf den Boden geworfen und beschädigt, wie Heute.at berichtet. Die Skulpturen befanden sich auf zwei Regalen in einer Galerie der Museen.

Tourist wollte eine Audienz beim Papst

Wie die italienische Zeitung «Il Messagero» berichtet, wollte der Tourist den Papst sehen. Als man ihm mitteilte, dass dies nicht möglich sei, rastete er aus, stürzte sich auf eine erste Büste und warf sie zu Boden, wobei sie beschädigt wurde. Während er davonrannte, stürzte noch eine weitere Büste zu Boden.

Er wurde von den Sicherheitskräften des Vatikans festgenommen und zur Befragung auf eine Polizeistation gebracht. Gemäss «Il Messagero» war der Schock im Vatikan gross, zumal eigentlich ein komplexes und ausgeklügeltes Videoüberwachungssystem für maximale Sicherheit der Besucher und der wertvollen Exponate führen sollte. Gemäss «Reuters» kam es zu dem Vorfall in der Chiaramonti-Halle, die mehr als 1000 Exponate beherbergt und eine der wichtigsten Sammlungen römischer Porträtbüsten ist.

Die Ermittlungen sind laut Polizei noch nicht abgeschlossen. Der Mann, der vor drei Tagen in Rom eingetroffen war, ist in den USA wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses vorbestraft. Er habe psychische Probleme, teilte die Polizei mit.

Erst im August hatte in den Vatikanischen Museen eine Protestaktion für Aufsehen gesorgt, bei der sich eine Aktivistin und ein Aktivist an eine bedeutende antike Skulptur geklebt hatten. 

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(heute.at/fis)

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