Aktualisiert 08.10.2018 15:04

Traumstrand in Thailand

«Touristen haben ‹The Beach› komplett zerstört»

Die berühmte Bucht in Thailand bleibt länger zu als ursprünglich geplant. Die Natur konnte sich noch nicht ausreichend erholen.

Traumstrand «The Beach»: 5000 Besucher tummeln sich hier zu Spitzenzeiten pro Tag. (Video: Tamedia/AFP)

Die aus dem Film «The Beach» mit Leonardo DiCaprio weltberühmt gewordene Maya-Bucht in Thailand bleibt länger gesperrt als geplant. Die zunächst auf vier Monate begrenzte Schliessung des Strandes werde auf unbestimmte Zeit verlängert, sagte Nationalpark-Leiter Songtam Suksawang am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Die Behörden hatten die unter einem Touristenansturm leidende Bucht im Juni für zunächst vier Monate gesperrt.

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So idyllisch wie auf diesem Bild sieht es ...

So idyllisch wie auf diesem Bild sieht es ...

iStock
... an der berühmten Maya Bay in der Region Krabi selten aus.

... an der berühmten Maya Bay in der Region Krabi selten aus.

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Der unter Naturschutz stehende Strand ...

Der unter Naturschutz stehende Strand ...

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Inzwischen zeigte sich aber, dass das für die Erholung der Natur nicht ausreichend ist. «Wir haben jeden Monat evaluiert und herausgefunden, dass das Ökosystem durch den Tourismus schwer zerstört wurde», sagte Songtam Suksawang. Der Strand und die Flora seien «komplett» zerstört worden. Die Bucht soll den Behörden zufolge erst wieder zugänglich gemacht werden, wenn sich die Natur «vollständig» erholt hat.

35 Millionen Touristen

Vor der Sperrung bevölkerten täglich bis zu 5000 Touristen die berühmte Bucht. Viele von ihnen wollen den Schauplatz des Films aus dem Jahr 2000 mit Hollywood-Star DiCaprio sehen.

Die hohe Zahl der Besucher, die vielen Tauchexpeditionen und das unvorsichtige Verhalten mancher Touristen setzten unter anderem den Korallen schwer zu. Die empfindlichen Nesseltiere sind zudem durch die Erwärmung des Meeres in Folge des Klimawandels bedroht.

Jedes Jahr reisen mehr als 35 Millionen Touristen nach Thailand. Immer mehr Touristen kommen aus China.

(afp)

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