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Wegen HotelpoolsTouristen stürzen Bali in Wasserkrise

Wie Untersuchungen der IDEP Foundation zeigen, befindet sich Bali inmitten einer Wasserkrise. Hauptgrund soll der Tourismus sein.

von
juu
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Der schöne Schein trügt: Das Urlaubsparadies Bali befindet sich in einer Krise.

Der schöne Schein trügt: Das Urlaubsparadies Bali befindet sich in einer Krise.

iStock/Swissmediavision
Wie aus Forschungsergebnissen der IDEP Foundation hervorgeht, gibt es auf der Insel einen Mangel an sauberem Wasser.

Wie aus Forschungsergebnissen der IDEP Foundation hervorgeht, gibt es auf der Insel einen Mangel an sauberem Wasser.

iStock/Andrey Danilovich
Der Grundwasserspiegel ist laut IDEP in den letzten Jahren um über 50 Meter gesunken. Dies führe dazu, dass das Trinkwasser mit Meerwasser verunreinigt wird.

Der Grundwasserspiegel ist laut IDEP in den letzten Jahren um über 50 Meter gesunken. Dies führe dazu, dass das Trinkwasser mit Meerwasser verunreinigt wird.

iStock/Nikola Stojadinovic

Das Urlaubsparadies Bali leidet unter einem Mangel von sauberem Wasser. Dies geht aus Forschungsergebnissen der IDEP Foundation, einer Stiftung, die sich auf nachhaltige Entwicklung in Bali konzentriert, hervor. Der Grundwasserspiegel ist laut IDEP in den letzten Jahren um über 50 Meter gesunken. Dies wirkt sich gemäss der «Deutschen Welle» auf die Qualität des Wassers aus, da es mit Meerwasser kontaminiert wird.

Zusätzlich zu den schwachen staatlichen Vorschriften zur Kontrolle des Wassers wird auch der übermässige Tourismus als Hauptgrund aufgeführt. 65 Prozent des Wassers werden laut den Forschungsergebnissen für touristische Dienstleistungen wie Hotelpools verwendet. Knapp 16 Millionen Touristen verzeichnete die Insel im Jahr 2018.

Über 200 Tage kein Regen

Die lange Trockenheit soll ebenfalls zur mangelnden Wasserversorgung beigetragen haben. «Weil es den Tourismus gibt, tritt diese Situation schneller auf», sagt Dewie Anggraini, Fundraiser und Kommunikationsbeauftragte der IDEP Foundation, zur «Deutschen Welle».

Mit der Dürre habe man eigentlich erst in den nächsten Jahrzehnten gerechnet. So soll es in einigen Gebieten seit über 200 Tagen nicht geregnet haben. Auch die diesjährige Regenzeit, die eigentlich im Oktober beginnen sollte, blieb laut Anggraini aus. Die Behörde für Meteologie, Klimatologie und Geophysik (BMKG) warnte zudem kürzlich vor einer möglichen Dürre.

Auswirkungen der Wasserkrise

Vor allem die Landwirte sollen von der aktuellen Situation betroffen sein. Laut IDEP kann Subak, das in Bali verwendete landwirtschaftliche Bewässerungssystem, nicht mehr betrieben werden. Die Wasserquellen sollen bereits trocken sein. Infolgedessen stiegen auch die Wasserpreise für die Bevölkerung.

Anggrainis Lösung: Eine verschärfte Kontrolle des Wasserbedarfs. «In Gebieten, die sich bereits in einer Wasserkrise befinden, ist es besser, die Entwicklung von Hotels zu stoppen.» Dafür müsse die Regierung aber aktiv werden.

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