Aktualisiert 28.01.2019 02:41

Medikamente im Koffer

Touristin muss in Ägypten drei Jahre ins Gefängnis

Die Britin Laura Plummer (33) wurde in Hurghada verhaftet. Bei ihr wurden zwei Medikamente gefunden, die in Ägypten illegal sind. Jetzt wurde sie verurteilt.

von
hal

«Ihre Haare sind ausgefallen und ihre Zähe sind verfärbt»: Jayne Synclair ist schockiert über den Zustand ihrer Schwester. (Video: Tamedia/AP)

Seit dem 9. Oktober sitzt Laura Plummer in Ägypten in einer Zelle – eingepfercht mit bis zu 25 weiteren Frauen. «Laura ist nicht wiederzuerkennen. Sie sieht aus wie ein Zombie», beschrieb ihr Bruder ihren Zustand nach wenigen Wochen.

Die 33-Jährige war am Flughafen von Hurghada mit den Medikamenten Naproxen und Tramadol im Gepäck erwischt worden. Wert: rund 30 Franken. Die Pillen wollte sie laut ihrem Bruder ihrem ägyptischen Ehemann bringen. Dieser leide unter starken Rückenschmerzen.

In Ägypten sind die Medikamente illegal. Ihre Familie befürchtet, dass die ägyptische Justiz an ihr ein Exempel statuiert – obwohl Laura nicht gewusst habe, dass die Pillen verboten sind.

«Sie verdient das nicht»

Nun haben die Richter das Urteil gefällt: Laut einer Facebook-Gruppe, die die Familie eröffnet hat, wurde Laura Plummer am 26. Dezember zu drei Jahren Haft verurteilt.

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Laura Plummer sitzt seit dem 9. Oktober 2017 in Hurghada im Gefängnis.

Laura Plummer sitzt seit dem 9. Oktober 2017 in Hurghada im Gefängnis.

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Die Britin wurde verhaftet, weil sei illegale Medikamente bei sich hatte.

Die Britin wurde verhaftet, weil sei illegale Medikamente bei sich hatte.

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Die Pillen habe sie ihrem ägyptischen Ehemann Omar bringen wollen, teilte ihre Familie mit. Laura habe nicht gewusst, dass sie illegal sind.

Die Pillen habe sie ihrem ägyptischen Ehemann Omar bringen wollen, teilte ihre Familie mit. Laura habe nicht gewusst, dass sie illegal sind.

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Lauras Mutter sei wegen der Nachricht bestürzt. Die Familie hofft, dass die Strafe wenigstens noch reduziert wird. «Alles wäre besser als drei Jahre. Sie verdient das nicht», so Schwester Rachel.

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