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ÜberhitzungsgefahrToyota ruft 6,5 Millionen Fahrzeuge zurück

Der japanische Autokonzern Toyota muss erneut Fahrzeuge überprüfen. Bei den elektrischen Fensterhebern bestehe Überhitzungsgefahr.

von
ij
Defekt bei den elektrischen Fensterhebern: Ein Toyota Yaris in einer Garage in den USA. (22.10.2006)

Defekt bei den elektrischen Fensterhebern: Ein Toyota Yaris in einer Garage in den USA. (22.10.2006)

Keystone/David Zalubowski

Der japanische Autoriese Toyota muss erneut massenweise Autos in die Werkstätten zurückrufen. Betroffen sind weltweit 6,5 Millionen Autos.

Ursache sei ein Defekt bei einem Modul für elektrische Fensterheber, teilte der Konzern am Mittwoch mit. In Europa seien 1,2 Millionen Autos betroffen, in den USA 2,7 Millionen und in Japan 600'000. Erst vergangenes Jahr hatte Toyota Millionen Autos wegen Problemen mit mehreren Bauteilen zurückgerufen.

Vor vier Jahren hatte ein millionenfacher Rückruf das Image des Unternehmens schwer angeschlagen. Die US-Behörden hatten Toyota vorgeworfen, 2009/2010 Rückrufe wegen rutschender Fussmatten und klemmender Gaspedale verzögert zu haben. Als Lehre daraus hatte der Konzern eine Qualitätsoffensive gestartet. Bei Zweifeln an der Qualität will man konsequent alle betroffenen Autos zurückholen.

Autoindustrie ruft Millionen Autos zurück

In der Autoindustrie hatten Rückrufe zuletzt für viele Schlagzeilen gesorgt. So musste der japanische Airbag-Hersteller Takata im Frühjahr mögliche Gefahren bei insgesamt 19,2 Millionen Autos zugeben und die bis dahin grösste Rückrufaktion der US-Autoindustrie einläuten. Der US-Autobauer General Motors musste wegen Problemen an Zündschlössern Millionen von Autos zurückrufen.

Die Autobauer setzen zunehmend auf gleiche Teile für mehrere Modelle, um Kosten zu sparen und schneller Autos bauen zu können. Das sogenannte Baukastenprinzip hat viele Vorteile – so lange nichts kaputt geht. Macht ein einziges Teil Probleme, trifft es oft gleich massenweise Autos. (ij/afp)

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