Trabis als visueller Umweltdreck
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Trabis als visueller Umweltdreck

Ein Gericht in Derbyshire verdonnerte einen 58-jährigen Trabi-Sammler zur Zahlung von 1000 Pfund Strafe wegen «visueller Umweltverschmutzung».

Graham Goddall hatte sich zuvor einer Anordnung der Behörden verweigert, 40 der 49 Trabis zu entfernen, die er seit Jahren in seinem Obstgarten im malerischen Örtchen Middleton-by-Youlgrave hält.

Gegen seine ungewöhnliche Herde aus «Plaste und Elaste» hatten Goddalls Nachbarn geklagt, weil sie nach ihrer Ansicht den Charakter und Charme ihres Orts zerstörte.

Vergeblich hatte der leidenschaftliche Sammler vor Gericht geltend gemacht, dass er mit den kastigen Autos aus DDR-Produktion gar nicht fährt: «Sie machen keinen Krach und verpesten auch nicht die Luft».

Gehör fand vielmehr der Stossseufzer einer ehemaligen Nachbarin über den dickköpfigen Blechliebhaber, die ihn als «liebenswerten Gauner» charakterisierte.

(sda)

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