Schweizer Jugend: Träge und ungesund
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Schweizer JugendTräge und ungesund

Miserable Noten für Schweizer Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren: Sie bewegen sich im internationalen Vergleich kaum. Auch das Ernährungsverhalten könnte besser sein. Trotzdem: Es gibt auch Gutes zu vermelden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat im Jahr 2006 in 39 europäischen Staaten sowie in Kanada und den USA das Ernährungs-und Bewegungsverhalten analysiert. Seit letzter Woche liegen die Resultate auch für die Schweiz vor, wie die «NZZ am Sonntag» publik machte.

Gemäss der Studie bewegen sich die Jugendlichen nirgends so wenig wie in der Schwei: Nur 12,8 Prozent sind täglich mehr als eine Stunde aktiv, wobei nicht nur Sport darunter fällt, sondern zum Beispiel auch längere Fussmärsche. 3 Prozent der Schüler sind gänzlich inaktiv.

Bei der Ernährung sind die Ergebnisse weniger klar. Immerhin 25,7 Prozent der jungen Schweizer nehmen jeden Tag Früchte und Gemüse zu sich. Damit erscheint die Schweiz unter den ersten 15 Staaten. Vor allem Mädchen ziehen die vitaminreichen Gerichte Fleisch oder Weissbrot vor.

Ungesund verhalten sich die jungen Schweizer dagegen beim Morgenessen. Nur 52,9 Prozent nehmen an den Schultagen täglich ein Frühstück ein. Damit landet die Schweiz auf den hintersten 15 Plätzen.

Selten übergewichtig

Trotz der mangelnden Bewegung und fragwürdiger Ernährung gibt es in keinem anderen Land so wenig übergewichtige 11-Jährige wie in der Schweiz. Auch bei den anderen Altersgruppen befinden sich die Schweizer Jugendlichen bezüglich des Übergewichts unter den vorderen 15 Länder.

(sda)

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