Aktualisiert 22.10.2014 11:08

Weinfelden TG

Tragbare Pissoirs sollen Wildpinklerei stoppen

Die Wega-Leitung prüft, ob an der Messe 2015 tragbare Mini-Pissoirs zum Einsatz kommen sollen. Die Beutel sollen die Besucher vom Wildpinkeln abbringen.

von
qll

«Wir finden, dass dieses tragbare Örtchen ein spannendes Geschäftsmodell ist», sagte Gregor Wegmüller, Messeleiter und Geschäftsführer der Wega, gegenüber der «Thurgauer Zeitung». «Vielleicht wäre das Taschen-WC tatsächlich eine Möglichkeit, das Problem mit den Wildpinklern wenigstens teilweise zu lösen.»

Dieselben Probleme an der Olma

Die Wega hat ein zunehmendes Problem mit Wildpinklern:

Waren es 2013 rund 30 Wildpinkler, die angezeigt wurden, waren es dieses Jahr schon über 70. Das Problem mit den Wildpinklern kennt man aber auch der Olma: «Wir treffen uns regelmässig mit der Olma-Leitung», so Wegmüller. «Die berichten von den genau gleichen Problemen.» Laut Wegmüller stellen Wildpinkler ein gesellschaftliches Problem dar.

Endlich eine Lösung gefunden

Doch nun scheint die Lösung nahe zu sein: Ein tragbares stilles Örtchen für Mann und Frau - für Gross und Klein. Das Taschen-WC ist rund 40 Zentimeter lang und besteht aus einer weichen, farbigen Folie. Der Beutel beinhaltet ein Gel, das die Flüssigkeit bindet und diese innert weniger Minuten geruchshemmend verfestigt. Danach kann der Beutel im Abfallbehälter entsorgt werden. Das Produkt wurde von Marc Collinet, dem Geschäftsführer der adamus group GmbH mit Sitz in Halberstadt, erfunden. Laut dem Erfinder passen rund 750 Milliliter - die Flüssigkeit zweier Männerblasen - in den Beutel.

Fehler gefunden?Jetzt melden.