Aktualisiert 21.03.2006 22:47

Trainer Koller: «Sprüche klopfen allein genügt nicht»

Marcel Koller (45) gehts prächtig. Der Ex-GC-Trainer steht mit Bochum vor dem Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Nach dem Match gegen Braunschweig gab sich Koller am Sonntag gutgelaunt: «Wir haben sehr humorvoll gespielt.» Seine eher aussergewöhnliche Analyse ging an die Adresse von Michael Krüger. Der Braunschweig-Trainer hatte Bochums Spielweise im Vorfeld der Partie als humorlos und unattraktiv abgestempelt. Hätte er besser nicht getan.

Der VfL siegte 4:0 und Koller resümierte: «Wir hätten auch 8:0 gewinnen können.» Damit ist der Klub aus dem Ruhrpott klarer Leader in der 2. Bundesliga. Und Koller hat ausgerechnet, dass aus den restlichen 8 Spielen 13 Punkte «sicher zum Wiederaufstieg reichen».

Der Höhenflug Bochums hat offenbar auch beim Zürcher eine Sinneswandlung bewirkt. Der ehemals eher introvertierte, schweigsame Ex-Internationale gibt sich in seinen öffentlichen Auftritten eloquent und scheut sich nicht vor klaren Aussagen. So gibt er zu Latours Leiden – der «Bergdoktor» findet einfach kein Rezept für den Patienten Köln – zu bedenken, dass Sprüche klopfen alleine nicht genüge: «Man muss Punkte holen – vor allem in Köln.»

Keiner weiss das besser als er. Koller wurde im Juni 2004 nach dem Abstieg und nur siebenmonatiger Amtszeit in der Karnevalsstadt gefeuert. In Bochum hat er seinen Humor wiedergefunden. Auch wenn es Kollege Krüger eher nicht lustig findet.

Andy Huber

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