Aktualisiert 05.11.2019 18:02

Highschool-SportTrainer wird gesperrt – weil sein Team zu gut ist

Der Coach eines Highschool-Footballteams muss für die Überlegenheit seiner Mannschaft büssen.

von
wie/rom
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Bei den Grossen undenkbar: Gemäss einer Regel im US-Highschool-Sport darf die bessere Mannschaft nicht zu hoch gewinnen.

Bei den Grossen undenkbar: Gemäss einer Regel im US-Highschool-Sport darf die bessere Mannschaft nicht zu hoch gewinnen.

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Die ungewöhnliche Regel sieht vor, dass sich jeder Highschool-Trainer vor einem Komitee erklären muss, wenn sein Team mit mehr als 42 Punkten Differenz siegt.

Die ungewöhnliche Regel sieht vor, dass sich jeder Highschool-Trainer vor einem Komitee erklären muss, wenn sein Team mit mehr als 42 Punkten Differenz siegt.

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Genau dieses Problem hat Robert Shaver, Coach der Footballer der Plainedge High School aus Long Island. Sein Team gewann wiederholt zu hoch, worauf er für ein Spiel gesperrt wurde.

Genau dieses Problem hat Robert Shaver, Coach der Footballer der Plainedge High School aus Long Island. Sein Team gewann wiederholt zu hoch, worauf er für ein Spiel gesperrt wurde.

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Vielleicht klingt dem einen oder anderen die Aussage noch lebhaft im Ohr. «Man lernt fürs Leben, nicht für die Schule», pflegten Lehrer zu dozieren. Ein kurioser Fall aus den USA lässt nun fragen, was für eine Lebensschule das sein soll.

Es geht um American Football auf Highschool-Stufe, es geht um ein Team, das ein Spiel um das nächste haushoch gewinnt, und es geht darum, ob das anständig ist oder nicht. Ist es nämlich nicht, jedenfalls wenn es nach einem Schulsportkomitee im Bundesstaat New York geht. Dieses hat den Trainer einer Mannschaft für ein Spiel suspendiert – nachdem dessen Team, die Red Devils, wiederholt zu hoch gewonnen hat. 61:13, 49:7 oder 42:0. Das berichtet die Zeitung «Newsday».

Die ungewöhnlichen Regeln sehen vor, dass sich jeder Highschool-Trainer vor einem Komitee erklären muss, wenn sein Team mit mehr als 42 Punkten Vorsprung gewinnt.

Unterlegene Teams schützen

Die Sanktion ist reglementskonform. Eingeführt wurde der Passus, um unterlegene Teams zu schützen: Mannschaften sollen mit hohen Führungen einen oder zwei Gänge zurückschalten. Der Geist der Regel sei, dafür zu sorgen, dass viel bessere Teams nicht schwächere überrennen. Die Red Devils taten genau dies nicht. Robert Shaver, der Coach, liess bis zuletzt die besten Spieler laufen – und die überfuhren den Gegner. Jetzt hat er im nächsten Spiel einen Tribünenplatz.

Shaver hatte im «Newsday»-Interview gesagt, dass er nicht absichtlich so hoch gewonnen habe. Er habe befürchtet, dass der Gegner, der bis zu diesem Spiel ebenfalls ungeschlagen war, noch einmal zurückkommen könnte. Das Komitee war offensichtlich nicht von seiner Erklärung überzeugt.

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