276. Zürcher Derby – FCZ-Trainer André Breitenreiter stichelt gegen Rivale GC
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276. Zürcher DerbyTrainings-Spionage – FCZ-Trainer Breitenreiter stichelt gegen Rivale GC

Am Samstag (20.30 Uhr) steht des zweite Zürcher Derby der Saison an. «Vor dem letzten Duell hat jemand von GC bei uns im Training zugeschaut», sagt FCZ-Trainer André Breitenreiter.

von
Sven Forster

So lief das letzte Zürcher Derby ab.

Blue Sport

Darum gehts

  • GC trifft am Samstagabend auf dem FCZ.

  • Es ist das zweite Derby der Saison.

  • Topstürmer Ceesay wird den Stadtzürchern fehlen.

  • André Breitenreiter trainierte auch aufgrund von GC-Beobachtern mehrere Ersatz-Möglichkeiten.

Am Samstag steht im Zürcher Letzigrund das zweite Derby der Saison an – es ist bereits das 276. Aufeinandertreffen zwischen GC und dem FCZ. Das letzte Derby endete im FCZ-Siegtreffer von Assan Ceesay in der Nachspielzeit. Auf eben diesen Ceesay muss der FCZ aber nun aufgrund einer Gelb-Sperre verzichten.

Ein Vorteil für GC? Nicht unbedingt, wenn es nach GC-Trainer Giorgio Contini geht: «Ich glaube nicht, dass ein Spieler alles durcheinander bringt. Es bedeutet nicht, dass sie schwächer sind ohne ihn.» Man wolle sich sowieso nicht darauf fokussieren wer fehlt, sondern sein eigenes Spiel durchbringen. FCZ-Trainer André Breitenreiter will sich nicht in die Karten schauen lassen, wie er Ceesay ersetzen möchte. Mit einem Lächeln sagt er: «Sicher mit einem anderen Stürmer. Jemand bekommt die Chance die Position auszufüllen. Ich habe keine grosse Bedenken, dass derjenige das Beste gibt.»

«Es gehört zum Profi-Fussball dazu»

In dieser Woche trainierte der FCZ verschiedene Varianten, auch um es GC nicht zu leicht zu machen. Breitenreiter: «Unser Nachbar hat sicherlich wieder fleissig im Training wieder zugeschaut, wie beim letzten Mal.» Der FCZ-Trainer klärt gleich selber: «Wenige Sekunden nach dem Anpfiff beim ersten Derby wusste ich, dass jemand im Training zugeschaut hat.» Dies habe er «durch die Blume» auch bestätigt erhalten. Allerdings sei dies keine Kritik an GC, so Breitenreiter: «Das gehört zum Profifussball dazu. Wenn wir die Möglichkeit hätten, hätte ich es auch gemacht.» Der 48-Jährige ist froh, dass man im Januar das Trainingscenter wechselt, um solche Aktionen zu verhindern.

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FCZ-Trainer Andre Breitenreiter muss im Derby auf Assan Ceesay verzichten. 

FCZ-Trainer Andre Breitenreiter muss im Derby auf Assan Ceesay verzichten.

Claudio Thoma/freshfocus
Sein erstes Züri-Derby hat Breitenreiter in guter Erinnerung. 

Sein erstes Züri-Derby hat Breitenreiter in guter Erinnerung.

Andy Mueller/freshfocus
Der FCZ gewann, dank einem Treffer in der Nachspielzeit. 

Der FCZ gewann, dank einem Treffer in der Nachspielzeit.

Martin Meienberger/freshfocus

Einen Spieler, der am Samstagabend in der Startelf stehen wird, konnte der Deutsche aber schon bestätigten: Blerim Dzemaili wird wieder von Anfang an beginnen. «Wir wissen um seine Bedeutung und den Wert für die Mannschaft», so Breitenreiter. Dzemaili sei ein absoluter Führungsspieler. Ebenfalls ein absoluter Leader ist laut dem Trainer Antonio Marchesano. Den 30-Jährigen sieht er in der Zukunft gar als Teil der Nationalmannschaft: «Er ist ein Anführer auf dem Platz. In dieser Form hätte er es sicher verdient, dass der Nati-Trainer sich mal ein Bild machen würde. Er bringt auch Fähigkeiten mit, die der Nati gut tun würden.»

«Reaktion auf das erste Derby wird folgen»

Vor dem Nati-Aufgebot steht aber erst einmal das Derby auf dem Programm. Breitenreiter erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. «GC hat eine sehr gute Mannschaft. Wir müssen unsere beste Leistung bringen, um den Nachbarn zu schlagen», so der Coach. Ins gleiche Horn bläst GC-Trainer Contini: «Der FCZ ist ein Team, das derzeit sehr viel Vertrauen hat.» Contini kündigt ausserdem eine Antwort auf das erste Derby der Saison an: «Die Reaktion auf das letzte Derby wird folgen. Es ist ein Heimspiel.»

Allerdings ist Contini nicht der Einzige, der das Spiel als Heimspiel sieht. Breitenreiter: «Ich denke, wir werden morgen viele Fans auf unserer Seite haben. Ich hab den Jungs gesagt, für uns ist es ein Heimspiel. Die Südkurve wird dabei sein und der Lautstärkepegel sicherlich auf unsere Seite ausschlagen.»

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