23.06.2017 13:27

Keans Vater droht JuveTraktoren müssen her, sonst ist der Sohn weg

Der Vater von Stürmer Moise Kean droht Juventus mit dem Weggang seines Sohnes. Der Club ist einer kuriosen Forderung nicht nachgekommen.

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kai
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Verlässt er Juve? Der Vater von Moise Kean droht mit dem Abgang seines Sohnes, weil der Club ihm die versprochenen Landwirtschaftsmaschinen nicht liefern will.

Verlässt er Juve? Der Vater von Moise Kean droht mit dem Abgang seines Sohnes, weil der Club ihm die versprochenen Landwirtschaftsmaschinen nicht liefern will.

Giorgio Benvenuti
Moise Kean gilt als eines der grössten Talente im italienischen Fussball. Ende Mai erzielte der 17-jährige Stürmer gegen Bologna als erster nach 2000 geborener Spieler ein Tor in einer der fünf europäischen Top-Ligen.

Moise Kean gilt als eines der grössten Talente im italienischen Fussball. Ende Mai erzielte der 17-jährige Stürmer gegen Bologna als erster nach 2000 geborener Spieler ein Tor in einer der fünf europäischen Top-Ligen.

Giorgio Benvenuti
Der mächtige Spielerberater Mino Raiola versuchte bereits, Kean nach England zu lotsen, doch der Vater verhinderte das  bisher. Wie es nun mit Kean weitergeht, ist offen.

Der mächtige Spielerberater Mino Raiola versuchte bereits, Kean nach England zu lotsen, doch der Vater verhinderte das bisher. Wie es nun mit Kean weitergeht, ist offen.

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Der Fussball treibt mitunter seltsame Blüten. Dass Profis einen Transfer auf diese oder jene Art erzwingen, ist nicht neu. Biorou Kean allerdings, der ivorische Vater von Juventus-Stürmer Moise Kean, sorgt mit einem ungewöhnlichen Druckmittel für Schlagzeilen.

Damit sein 17-jähriger Junior, der vergangene Saison als erster Spieler mit Jahrgang 2000 in der Champions League zum Einsatz kam und in der Serie A ein Tor erzielte, beim italienischen Rekordmeister bleibt, verlangt der Vater: Traktoren.

Bauer in der Elfenbeinküste

Diese Forderung mag dreist klingen, doch Kean senior und der Club hatten einen Deal. «In der Vergangenheit habe ich auf Juves Bitte verhindert, dass Mino Raiola (der Agent, Anmerkung der Redaktion) meinen Sohn nach England transferiert. Dafür hat man mir Hilfe für meine Rückkehr nach Afrika angeboten», sagte Kean der italienischen Zeitung «Tuttosport».

Die Abmachung sah so aus: «Sie versprachen mir Landwirtschaftsmaschinen für meine Firma in der Elfenbeinküste. Ich bin Bauer und habe dort einige Hektar Land, die ich gern mit Reis und Korn bewirtschaften möchte. Daher habe ich nach landwirtschaftlichem Equipment gefragt.»

Plötzlich kein Budget

Schliesslich unterbreitete Juve dem Sohn, der seit 2011 im Piemont spielt, ein Vertragsangebot mit einem Jahressalär von 700'000 Euro. Die Geschenke für den Vater waren aber kein Thema mehr. «Zuerst hiess es, sie würden mir meine Wünsche erfüllen. Dann aber kamen die Anwälte und sagten, dass man das Angebot widerrufen habe, weil es kein Budget dafür gebe», sagt der Vater.

Wie es nun weitergeht mit Moise Kean, ist offen. Der Vater jedenfalls droht: «Wenn Moise erwachsen wird, wird Juventus ihn für nichts verlieren, sollte er nicht bald einen langfristigen Vertrag unterschreiben.»

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