Aktualisiert 07.06.2012 23:30

«Generationenprojekt»Tram-Lösung birgt politischen Zündstoff

Eine Studie hält ein Tram in der Stadt St.Gallen für machbar. Das Projekt stösst aber schon jetzt auf Widerstand.

von
Simon Städeli
Die Stadt St. Gallen will wieder ein Tram.

Die Stadt St. Gallen will wieder ein Tram.

Ein Tram in der Stadt St. Gallen wäre mach- und bezahlbar: Das zeigt eine Studie, die der Stadtrat letzte Woche vorstellte. Das «Generationenprojekt» könnte bis ins Jahr 2030 gebaut werden und würde rund eine halbe Milliarde Franken kosten.

Doch schon jetzt regt sich politischer Widerstand gegen die Tramidee. «Das St. Galler Tram braucht es nicht, es wäre eine Fehlinvestition», sagt SVP-Stadtparlamentarierin Karin Winter. Die Busflotte funktioniere gut und in der Stadt habe es gar keinen Platz für Tramschienen. «Ich bin eher skeptisch», sagt auch Marcel Rotach (FDP). Die Anschaffung und der Unterhalt seien sehr teuer. Der TCS will die Tram­idee zwar diskutieren, stellt aber Forderungen: «Der Autoverkehr darf nicht eingeschränkt werden», so Präsident Luigi Rossi.

Ganz anders tönt es aus dem linken Lager. «Wir freuen uns sehr, dass es vorwärtsgeht mit dem Tram», sagt Monika Simmler (Juso). Ihre Partei hat bereits vor zwei Jahren Unterschriften für ein St. Galler Tram gesammelt. «Der öffentliche Verkehr muss ausgebaut werden und da ist das Tram eine ­effiziente Lösung für die Zukunft», so Simmler. Dass das Projekt an den Finanzen scheitern wird, glaubt sie nicht.

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