Gefährliche Durchfahrt: Tram schreckt Passanten in Fussgängerzone
Aktualisiert

Gefährliche DurchfahrtTram schreckt Passanten in Fussgängerzone

Alle sieben Minuten fährt in Zürich seit dem Fahrplanwechsel ein 17er Tram durch die Fussgängerzone zwischen Globus und McDonald's. Viele Passanten finden das gefährlich.

von
blu

Tausende Passanten queren in der Zürcher City täglich die Usteristrasse zwischen Globus und McDonald's. Die Fussgängerzone ist auch ein beliebter Treffpunkt. Doch immer wieder fahren Trams zwischen den mit Taschen voll beladenen Shoppern durch. «Besonders mit einem Kinderwagen hat man Angst, eingeklemmt zu werden», sagt eine junge Mutter.

Sie ist nicht die Einzige, der die Situation nicht geheuer ist. «Hier ist es sehr eng, und Unfälle bis zur Tötung sind vorprogrammiert», schreibt Pieter Venema in mehreren Beschwerdebriefen an den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV). Das Tram Nr. 6 benutzt diesen Schienenstrang zwar schon länger, jedoch viel seltener. Mit dem Tram Nr. 17 hat der Verkehr nun aber derart zugenommen, dass Venema eine Änderung des Fahrplans fordert.

Verwirrende Situation

Konkret wendet der 17er seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember alle sieben Minuten über die Usteristrasse zum HB zurück. Und zwar jeweils vor 7 Uhr, dann von 8.30 bis 16.30 Uhr und wieder ab 18.30 Uhr. Während der Hauptverkehrszeiten fahren die Trams bis zur Station Albisgüetli. «Damit die Fahrgäste in Richtung Werdhölzli immer an der gleichen Haltestelle an der Bahnhofstrasse einsteigen können, brauchts die Schlaufe über die Usteristrasse», sagt Daniela Tobler, Sprecherin der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ).

Würde der 17er wie bis anhin über die Löwenstrasse wenden, müssten Passagiere in den Hauptverkehrszeiten in der Bahnhofstrasse, während Nebenverkehrszeiten aber am Bahnhofplatz einsteigen. «Dies ergibt für den Fahrgast eine verwirrende Situation, die wir vermeiden wollen», so Tobler.

Trams fahren Schritttempo

Man sei sich bei den VBZ bewusst, dass die Usteristrasse eine hohe Aufmerksamkeit vom Fahrdienstpersonal verlange. Bereits in der Planungsphase sei diese Strecke sorgfältig geprüft worden. «Grundsätzlich wird den Sicherheitsaspekten grosse Aufmerksamkeit geschenkt», sagt Tobler. So sei das Fahrpersonal geschult und angehalten, zwischen Löwenplatz und Bahnhofstrasse im Schritttempo zu verkehren.

«Wir stehen auch im Austausch mit den angrenzenden Geschäften, dass die Platzverhältnisse geregelt sind», sagt Tobler. Wie bei jeder Änderung einer Linienführung beobachte man die Strecke genau und treffe allenfalls Massnahmen. Tobler: «Zurzeit sehen wir aber keinen Anlass etwas daran zu ändern.»

«Wir stehen auch im Austausch mit den angrenzenden Geschäften, dass die Platzverhältnisse geregelt sind», sagt Tobler. Wie bei jeder Änderung einer Linienführung beobachte man die Strecke genau und treffe allenfalls Massnahmen. Tobler: «Zurzeit sehen wir aber keinen Anlass etwas daran zu ändern.»

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