Zürich-Altstetten: Trampläne des Stadtrats werden wohl begraben
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Zürich-AltstettenTrampläne des Stadtrats werden wohl begraben

Mit vier Empfehlungen an den Stadtrat will sich die Quartierbevölkerung in Altstetten unter anderem gegen die Verlegung der Tramlinie 2 wehren. Die Chancen stehen gut.

von
wed
Die Tramlinie 2 soll auch künftig über den Lindenplatz in Richtung Farbhof verkehren und nicht über den Bahnhof Altstetten. Die Quartierversammlung hat entsprechende Vorschläge an den Stadtrat verabschiedet.

Die Tramlinie 2 soll auch künftig über den Lindenplatz in Richtung Farbhof verkehren und nicht über den Bahnhof Altstetten. Die Quartierversammlung hat entsprechende Vorschläge an den Stadtrat verabschiedet.

Ursprünglich wollte der Zürcher Stadtrat mit seinen Plänen die Strecke der Tramlinie 2 über den Bahnhof Altstetten bis zum Farbhof umleiten. Dies steht im Zusammenhang mit dem Bau der Limmattalbahn, die ihre Endhaltestelle in Altstetten haben wird. In der Bevölkerung stiessen die Pläne auf massiven Widerstand. Dementsprechend war am Montagabend wohl auch die Erleichterung, als die im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens eingesetzte Begleitgruppe die Resultate ihrer Arbeit an der Quartierversammlung präsentierte. Gemäss dem «Tages-Anzeiger» sprechen sich die 30 Vertreter einstimmig gegen diese Verlegung aus.

Konkret wurden vier Vorschläge an den Stadtrat verabschiedet: Die Tramlinie 2 soll weiterhin ihre Linienführung über den Lindenplatz in Richtung Farbhof beibehalten. Auch ein geplanter Endhalt der Buslinie 31 über den Altstetterplatz wird abgelehnt. Stattdessen soll die Endhaltestelle beim Hermetschloo liegen. Ausserdem soll auf eine verkehrsberuhigte Altstetterstrasse verzichtet werden und die Strasse soll auch weiterhin beidseitig befahrbar sein. Jedoch sollen bessere Bedingungen für Fussgänger und Velofahrer geschaffen werden. Der vierte und letzte Vorschlag lautet, dass die Anordnung der Bushaltestellen am Bahnhof Altstetten sichere und möglichst schnelle Wege für die Pendler biete.

Entscheid noch bis Ende Jahr

Die Versammlung hat sich mit grosser Mehrheit für alle Empfehlungen der Begleitgruppe ausgesprochen. Der Entscheid des Zürcher Stadtrats soll noch dieses Jahr gefällt werden, heisst es in einer Mitteilung der Stadt. Bereits im Juli hat Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) aber angedeutet, dass eine Lösung nicht durchsetzbar sei, die auf dermassen viel Widerstand stosse.

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