Trauer im Tierpark Dählhölzli: Das Seehundbaby Caya ist tot
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Trauer im Tierpark Dählhölzli: Das Seehundbaby Caya ist tot

Trauer im Dählhölzli: Seehundbaby Caya lebt nicht mehr. Besonders bestürzt ist die Klasse 5b aus Hinterkappelen – sie durfte das kleine Tier vor zwei Wochen taufen.

«Caya war unser Seehund – deshalb geht uns ihr Tod sehr nahe», sagt Hans-Markus Tschirren, Klassenlehrer der 5b in Hinterkappelen. Er setzte sich gestern morgen mit seinen 22 Schülern in einem Kreis zusammen und teilte ihnen die schreckliche Nachricht mit. «Alle waren traurig und nachdenklich», so Tschirren. «Aber in so einem Fall ist man machtlos.»

Warum das Seehund-Mädchen gerade mal fünf Wochen nach seiner Geburt starb,

ist noch unklar. «Wir merkten am vergangenen Mittwoch, dass etwas nicht stimmt», sagt Marc Rosset vom Tierpark Dählhölzli. «Caya war einfach nicht fit und verbrachte viel Zeit an Land.» Die Pfleger nahmen das Tier sofort in Quarantäne und betreuten es intensiv. Doch es nützte alles nichts: Am Donnerstag hörte Caya auf zu atmen.

Jetzt wird ihr kleiner Körper an der Uni Bern obduziert. Fest steht: Erst vor kurzem wurde Caya entwöhnt. Denn Seehund-Mütter säugen ihre Babys nur etwa 30 Tage lang. Rosset: «Danach müssen die Kleinen von ihren Reserven zehren – diese Umstellung ist schwierig für die Tiere.» Eine gute Nachricht bleibt: Cayas Spielgspänli Leo, der am 29. August zur Welt kam, gedeiht prächtig.

Raffaela Moresi (sda)

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