Aktualisiert 01.02.2019 13:27

Friedhof in GrenchenTrauernde dürfen keine Blumen mehr niederlegen

Auf den Gemeinschaftsgräbern in Grenchen sind Blumen oder Grabschmuck verboten – wegen des Grabmal-Reglements. Die Empörung in der Stadt ist riesig.

von
bho
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Blumen oder persönliche Gegenstände niederlegen und eine Kerze anzünden. Zu Tausenden pflegen Angehörige die Gräber ihrer Liebsten, auch auf dem Friedhof in Grenchen. (Symbolbild)

Blumen oder persönliche Gegenstände niederlegen und eine Kerze anzünden. Zu Tausenden pflegen Angehörige die Gräber ihrer Liebsten, auch auf dem Friedhof in Grenchen. (Symbolbild)

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Doch damit soll nun Schluss sein: Im Grabmal-Reglement ist nämlich das Ablegen von Blumen- oder Grabschmuck auf der Wiese verboten, wie die «Solothurner Zeitung» am Freitag schreibt.

Doch damit soll nun Schluss sein: Im Grabmal-Reglement ist nämlich das Ablegen von Blumen- oder Grabschmuck auf der Wiese verboten, wie die «Solothurner Zeitung» am Freitag schreibt.

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Mittels einer Holztafel informiert die Friedhofsleitung die Besucher. «Gegenstände, die auf der Wiese liegen, werden vom Friedhofspersonal an die Mauer mit den Inschriften gelegt.» Grund für die Massnahme ist das Grabmal-Reglement, in dem geschrieben steht:«Blumen dürfen nur beim dafür vorgesehenen Ablageort vor den Inschriften niedergelegt werden.»

Mittels einer Holztafel informiert die Friedhofsleitung die Besucher. «Gegenstände, die auf der Wiese liegen, werden vom Friedhofspersonal an die Mauer mit den Inschriften gelegt.» Grund für die Massnahme ist das Grabmal-Reglement, in dem geschrieben steht:«Blumen dürfen nur beim dafür vorgesehenen Ablageort vor den Inschriften niedergelegt werden.»

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Blumen oder persönliche Gegenstände niederlegen und eine Kerze anzünden. Zu Tausenden pflegen Angehörige die Gräber ihrer Liebsten, auch auf dem Friedhof in Grenchen. Auf der Wiese des alten Gemeinschaftsgrabs wurden dort Gegenstände abgelegt, um der Liebsten zu gedenken. Doch damit soll nun Schluss sein: Im Grabmal-Reglement ist nämlich das Ablegen von Blumen- oder Grabschmuck auf der Wiese verboten, wie die «Solothurner Zeitung» am Freitag schreibt.

Mittels einer Holztafel informiert die Friedhofsleitung die Besucher. «Gegenstände, die auf der Wiese liegen, werden vom Friedhofspersonal an die Mauer mit den Inschriften gelegt.» Grund für die Massnahme ist das Grabmal-Reglement, in dem geschrieben steht:«Blumen dürfen nur beim dafür vorgesehenen Ablageort vor den Inschriften niedergelegt werden.»

«Das ist eine traurige Sache»

Das Verbot löst auf Social Media eine Debatte aus. «Das kann ich wirklich nicht verstehen!» oder «Das ist eine traurige Sache, dass man nicht einmal mehr ein Lichtlein niederlegen darf» ist dort zu lesen. Unterstützung erhalten die Besucher des Friedhofs auch von Gemeinderätin Nicole Hirt. Diese gibt zu: «Die Annahme des Reglements in dieser Form war ein Fehler.» Jedes Reglement könne man aber ändern.

Mit einem eingereichten Vorstoss möchte sie erreichen, dass Grabschmuck in Zukunft während den Wintermonaten und an Feiertagen auf der Wiese abgelegt werden darf. «Trauer ist ein sehr emotionales Thema und sehr individuell. Dem sollte mit dem nötigen Feingefühl begegnet werden», sagt Hirt.

Stadt signalisiert Entgegenkommen

Für den Friedhof ist bei der Stadt die Baudirektion verantwortlich. «Wir haben aufgrund der Rückmeldungen der Bevölkerung entschieden, das Reglement praktisch umzusetzen», erklärt Stadtbaumeister Aquil Briggen. Das Verbot, Blumen nicht mehr niederzulegen, werde an Feiertagen nicht mehr durchgesetzt. Den Vorstoss von Nicole Hirt werde man beantworten und vermutlich eine Anpassung des Reglements vorschlagen.

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