Kanton Bern: Trauerstätten an Strassen werden reglementiert
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Kanton BernTrauerstätten an Strassen werden reglementiert

Zahlreiche Gedenkstätten für Unfallopfer säumen Berns Strassen. Jetzt arbeitet der Kanton an Richtlinien.

von
Stefanie Nopper
Der Umgang mit Trauerstätten am Strassenrand ist heikel.

Der Umgang mit Trauerstätten am Strassenrand ist heikel.

Als Zeichen ihrer Trauer legen Angehörige von Strassenverkehrsopfern und Betroffene sehr oft Kerzen, Blumen, Fotos, Briefe oder Plüschtiere an der Unglücksstelle nieder. «Diese Trauerstätten werden toleriert, solange sie die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen, das Empfinden von Anwohnern nicht stören und den Strassenunterhalt nicht behindern», so Kantonsoberingenieur Stefan Studer.

Trotzdem komme es vor, dass an gefährlichen Stellen wie in und an Kreiseln Blumen, Kerzen und Kränze niedergelegt würden. Studer: «Da sind wir rigoros – aus verkehrstechnischen Gründen werden die Gedenkstätten dort nicht toleriert und werden entfernt.» Auch würden Gedenkstätten nach einer gewissen Zeit nicht mehr gepflegt. «In solchen Fällen entfernen wir sie nach Rücksprache mit der betreffenden Gemeinde beziehungsweise den Angehörigen», so Studer weiter.

Road Cross will keine Richtlinien

Der Umgang mit solchen Gedenkstätten ist heikel: Einerseits müsse für die Sicherheit garantiert werden, andererseits müsse man aber auch den Respekt gegenüber den Hinterbliebenen wahren. Deshalb arbeite der Kanton an Richtlinien für den Umgang mit den Gedenkstätten.

Nichts von solchen Richtlinien hält man bei der Opferstiftung Road Cross. «An den gefährlichen Stellen muss man natürlich individuelle Lösungen finden, aber Trauer kann man nicht reglementieren», so Road-Cross-Mediensprecher Silvan Granig.

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