«Black Panther» Chadwick Boseman: Trauert Lupita Nyong’o nicht um ihn?
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«Black Panther» Chadwick BosemanTrauert Lupita Nyong’o nicht um ihn?

Im Netzt fragte man sich die vergangenen elf Tage, warum sich Schauspielerin Lupita Nyong’o nicht zum Tod ihres Freundes Chadwick Boseman äussert. Jetzt hat sie ihr Schweigen gebrochen.

von
Christina Duss
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Chadwick Boseman (43) und Lupita Nyong’o (37) im Januar 2018 bei einem Presse-Event für «Black Panther» in Los Angeles. 

Chadwick Boseman (43) und Lupita Nyong’o (37) im Januar 2018 bei einem Presse-Event für «Black Panther» in Los Angeles.

imago/ZUMA Press
Chadwick Boseman (Black Panther) mit Lupita Nyong’o (Nakia) in «Black Panther».  Es ist die erste MCU-Produktion mit einem schwarzen Hauptdarsteller. 

Chadwick Boseman (Black Panther) mit Lupita Nyong’o (Nakia) in «Black Panther». Es ist die erste MCU-Produktion mit einem schwarzen Hauptdarsteller.

imago/Prod.DB
Der Film war bei der Oscarverleihung in sieben Kategorien nominiert, unter anderem als bester Film, und gewann letztendlich in drei Kategorien. 

Der Film war bei der Oscarverleihung in sieben Kategorien nominiert, unter anderem als bester Film, und gewann letztendlich in drei Kategorien.

imago/ZUMA Press

Darum gehts

  • Am 28. August ist der «Black Panther»-Schauspieler Chadwick Boseman mit 43 Jahren an Darmkrebs gestorben.
  • Die Anteilnahme auf Social Media war riesig.
  • Schauspielerin Lupita Nyong’o, die eine Freundin von Chadwick Boseman war und eng mit ihm zusammengearbeitet hatte, äusserte sich mehr als eine Woche nicht zum Tod.
  • Das hat im Netz zu Unruhe geführt.

Elf Tage ist es her, seit sich die Nachricht von Schauspieler Chadwick Bosemans Tod verbreitet hat. Die Anteilnahme auf Social Media war riesig: Ein Tag nach der Bekanntgabe hatten sich schon unzählige Hollywoodstars, Politiker und Modegrössen zum Tod des mit nur 43 Jahren an Darmkrebs gestorbenen Kollegen geäussert.

Sportler wie die Basketballgrösse LeBron James (35) ehrten Boseman öffentlich mit gekreuzten Fäusten vor der Brust – dem Wakanda-Gruss aus «Black Panther» –, US-Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris (55), Michelle (56) und Barack (59) Obama, Nicole Kidman (53), Chris Hemsworth (37), Timothée Chalamet (24), Donatella Versace (65) und viele weitere posteten berührende Zeilen zum Tod des Schauspielers.

Es gab so viele Boseman-Posts, dass man sich unweigerlich fragte: Ja wer hat denn jetzt eigentlich NICHTS gesagt?

Trauert Lupita nicht um ihn?

Als Chadwick Boseman starb, blieben die «Black Panther»-Kolleginnen und -Kollegen tagelang stumm. Wie sich herausstellte, hatte niemand von der schweren Krankheit des beliebten Hauptdarstellers gewusst, und der Schock sass verständlicherweise tief.

Trotzdem wurden einige User unruhig. Unter einem vor Bosemans Tod abgesetzten Post von Michael B. Jordan – der auch in «Black Panther» mitspielt – wiesen immer mehr Followerinnen und Follower den 33-jährigen Schauspieler darauf hin, was passiert war: «Chadwick Boseman ist gestorben!» Als ob jemand, der sich auf Social Media nicht regt, von nichts wüsste. In manchen Foren wurde den schweigenden Darstellern sogar mangelnder Respekt vorgeworfen. Zur Erinnerung: Boseman war, als sich erster Unmut regte, gerade mal einige Tage tot. Auf Social Media, wo alles unmittelbar passiert, ist das eine Ewigkeit.

Michael B. Jordan und weitere «Black Panther»-Darsteller haben sich mittlerweile zu Wort gemeldet. «Ich habe versucht Worte zu finden, aber nichts kommt dem nah, was ich fühle», beginnt Jordan seinen Abschiedstext.

Manche haben noch keine Worte gefunden

Auch in den Instagram-Comments der 37-jährige Schauspielerin Lupita Nyong’o schrieb eine Userin eine Woche nach dem Tod des Schauspielers: «Sorry, dass ich dir das sagen muss, aber @chadwickboseman ist gestorben.»

Nyong’o spielte in «Black Panther» an der Seite von Chadwick Boseman: Er mimte die Hauptfigur, den Black Panther und König T’Challa, sie dessen Ex-Freundin Nakia. Zwischen den beiden knisterte auf der Leinwand die Luft. Im echten Leben waren sie Freunde.

«Chadwick, ich bewundere dein ruhiges, selbstsicheres, königliches Wesen», schrieb Nyong’o, kurz nachdem «Black Panther» 2018 in die Kinos gekommen war, in einem langen Post. «Wir brechen aus verschiedenen Gründen gerade alle Kinokassenrekorde, aber es hat in erster Linie mit dir zu tun – weil du unser König bist.»

«Ich werde nie mehr Lebenszeit verschwenden»

Am Dienstagnachmittag hat sich Lupita Nyong’o schliesslich zu Wort gemeldet. «Ich kann es noch immer nicht fassen, dass er tot ist», schreibt sie auf Instagram. «Ich werde mir Zeit dafür nehmen müssen. Und zu seinen Ehren verspreche ich, dass ich nie mehr Lebenszeit verschwenden werde. Und ich hoffe, dass ihr dasselbe tut.»

Elf Tage hat sie sich für diesen Post Zeit genommen. Und es war spannend zu sehen, wie schnell das Netz nervös wurde, als sich ein Hollywoodstar das Recht herausgenommen hatte, seine Trauer nicht öffentlich zu teilen.

Dabei sagte Nyong’os langes Schweigen ja irgendwie mehr aus tausend Worte.

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