Die schönsten Rooftop-Bars in der Schweiz – Apéro mit Aussicht von Genf bis Zürich
Die Aussicht über den Genfersee von der Rooftop-Bar des Royal Savoy in Lausanne aus ist unschlagbar.

Die Aussicht über den Genfersee von der Rooftop-Bar des Royal Savoy in Lausanne aus ist unschlagbar.

Instagram/royalsavoylausanne
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Apéro mit AussichtTraumhafte Rooftop-Bars von Genf bis Zürich

Was ist besser als eine Terrasse? Eine Dachterrasse! Wir zeigen, welche Schweizer Rooftop-Bars einen Besuch wert sind.

von
Jennifer Segui

1 Neuenburg: Ruhendes Kreuzfahrtschiff

Der Ort: Weiss, kastig und wuchtig hat das Hotel Beaulac durchaus Ähnlichkeit mit einem Kreuzfahrtschiff. Weit hinaus kommt man damit zwar nicht, doch wen kümmerts? In der Panoramabar Waves im siebten Stock, zwischen all dem Teakholz und dem beigen Mobiliar, fühlt sich eine Stunde an wie eine Woche auf See, mindestens!

Das wird serviert: Neben der fantastischen Getränkeauswahl – vom Champagnerfan bis zur Liebhaberin experimenteller Mixdrinks wird wirklich jede und jeder fündig – sorgt auch die Speisekarte für Glücksmomente: Räucherlachs, Fischknusperli, mhmmm!

Das gibts zu sehen: Blau, nichts als Blau … Sei es jenes des Sees, jenes des endlosen Himmels oder jenes der Segel der im kleinen Hafen vertäuten Boote.

Das ist grandios: Die ungezwungene Harmonie zwischen Architektur und Umgebung: Das geschwungene Dach greift den Wellengang auf, das viele Glas ist ein Echo auf die Spiegelungen der Wasseroberfläche … Dazu diese gediegene Atmosphäre – Adults only!

Waves, Best Western Premier Hotel Beaulacwww.beaulac.ch

2 Genf: Der Nikkei-Index der anderen Art

Der Ort: Nicht wenige Genfer und Genferinnen finden, dass ihre Stadt am schönsten ist, wenn man sie sich vom Dach des todschicken 1834 erbauten Hotels des Bergues aus ansieht. Will heissen: Bei gutem Wetter ist es praktisch unmöglich, hier einen Tisch zu bekommen. Unbedingt weit im Voraus buchen.

Das wird serviert: Das Restaurant Izumi (das heisst Quelle auf Japanisch) setzt auf die ultrahippe Nikkei-Küche, also die Verschmelzung von japanischer und peruanischer Gastronomie. Auf dem Menü stehen ebenso ungewohnte wie raffinierte Kombinationen aus Land- und Meereszutaten, zum Beispiel das Sashimi von der Gelbschwanzmakrele mit Sojasauce und Yuzu.

Das gibts zu sehen: Die ganze Stadt! Samt Saint-Pierre-Kathedrale, Jet d’eau, Mont-Blanc-Brücke und Île Rousseau. Für eine unverstellte Aussicht wird jeweils extra der grosse Namenszug des Hotels flach gelegt.

Das ist grandios: Das Aufeinandertreffen dieser Terrasse, die gleichsam über der Stadt zu schweben scheint und der auf ihr servierten Köstlichkeiten.

Izumi, Four Seasons Hotel des Bergueswww.fourseasons.com/geneva

3 Luzern: Ein Tag am Mittelmeer

Der Ort: Sind wir wirklich noch im Herzen der Schweiz? Nicht eher viel, viel weiter im Süden, in einem lauschigen Dorf irgendwo am Mittelmeer? Auf jeden Fall packt einen hier sofort das Reisefieber. Sandfarbene Einrichtung, hübscher Lattenfussboden, Palmen zuhauf… Und wenn es richtig heiss wird, stehen für die Wagemutigsten ein Jacuzzi sowie eine tropische Dusche bereit.

Das wird serviert: Macht sich ein Hüngerchen bemerkbar? Kein Problem. Die gluschtige Speisekarte ist Lobby-Bar-inspiriert (Noch ein Grund, warum man sich hier wie in den Ferien fühlt!) und setzt auf Burger (auch für Vegis), Caesar Salad und eine Auswahl an Antipasti. Und was trinkt man dazu? Natürlich Longdrinks, Cock- und Mocktails! Salute!

Das gibts zu sehen: Zoom auf das majestätische Dreigespann aus Vierwaldstättersee, den Bergen der Zentralschweiz und der Altstadt von Luzern!

Das ist grandios: Der Ruck-zuck-Tapetenwechsel aus der Alpenrepublik direkt an die Riviera.

Montana Beach Club, Art Deco Hotel Montanawww.hotel-montana.ch

4 Bern: Das Bundeshaus zum Greifen nah

Der Ort: Auf dem Dach des altehrwürdigen Schweizerhofs (Gründungsjahr 1859) ist die Sky Terrace der ideale Ort, um sich in den bequemen Lounges oder an den gemütlichen Tischen im wahrsten Sinne des Wortes über den Trubel der Hauptstadt zu erheben.

Das wird serviert: Liebst du Spritz? Hier gibts den Apéroklassiker in tausenundeiner Variation! Du trinkst keinen Alkohol? Dann ist die hausgemachte Limo eine tipptoppe Alternative. Gourmets sollten unbedingt hungrig kommen, denn auf der Karte steht Ausgewähltes aus dem legendären Restaurant im Parterre, Jack’s Brasserie (14 Gault-Millau-Punkte). Etwa das fantastische Wiener Schnitzel oder das famose Steak Tatar.

Das gibts zu sehen: Die Altstadt, die Bundeshauskuppel, dahinter die Alpen … Ziemlich gewichtig für Schweizer Verhältnisse.

Das ist grandios: Dass der Schweizerhof nur einen Steinwurf vom Bahnhof entfernt liegt, schreit geradezu nach einer Blitz-Auszeit: Zu Hause in den Zug steigen, in Bern raus, die Terrasse geniessen – und wieder retour.

Sky Terrace, Hotel & Spa Schweizerhofwww.schweizerhofbern.com

5 Lausanne: Ein Royal zum Teilen

Der Ort: Die Sky Lounge thront direkt unter dem höchsten Turm des traumschlossartigen, 1909 erbauten und zwischen 2010 und 2015 komplett sanierten Hotels Royal Savoy. Aufgeteilt in einen überdachten und einen Open-Air-Bereich, empfängt es alle, die einen unprätentiösen, aber dennoch gediegenen Fünf-Sterne-Service schätzen.

Das wird serviert: Erstklassige Cocktails und Fusion Kitchen, die in vielen kleinen Happen zum Teilen auf den Tisch kommt.

Das gibts zu sehen: Das Einzige, was hier die 360-Grad-Sicht verstellt, sind die reizenden Spitzdächer und Türmchen, die das Hotel schmücken. Sonst sieht man so ziemlich alles, vom See über die Dächer der Stadt bis hinauf zum Sauvabelin-Aussichtsturm.

Das ist grandios: Genau mittig zwischen See, Stadt und den umliegenden Hügeln gelegen, nötigt das Savoy seine Gäste nicht, sich nur für etwas davon zu entscheiden. Ein Royal mit untadeligen Manieren halt.

Sky Lounge, Hotel Royal Savoywww.royalsavoylausanne.com

6 Zürich: Grüne Oase mit Boho-Touch

Der Ort: Ists eine Fata Morgana, diese grüne Oase über der geschäftig pulsierenden Bahnhofstrasse? Pflanzen à gogo, Holzböden, gemütliche Sessel, Bänkchen und Poufs … und abends: kleine Laternen, die der Bankenstadt ein birebitz Boho-Feeling verleihen.

Das wird serviert: Das Hiltl-Stammhaus, nur wenige Gehminuten entfernt, ist das älteste Vegi-Restaurant Europas (Eröffnung 1898!). Und so gibts auch in dieser Filiale alles, was das Gemüsetigerherz begehrt. Egal ob Zmorge, Zmittag oder Znacht, man bedient sich am Buffet. Ganz so umfangreich wie jenes im Flagship ist es zwar nicht, glücklich und satt wird man aber allemal. Kult: das fleischlose Tatar. Und die feinen Haussäfte!

Das gibts zu sehen: Die legendäre Stadtzürcher Geschaffigkeit für einmal im Pausenmodus. Schön!

Das ist grandios: Hiltl mag ein Traditionshaus sein, inzwischen ist es ein Big Business mit rund einem Dutzend Ablegern. Wer sich durch alle durchprobiert hat und mal wieder selbst kochen möchte, deckt sich in der firmeneigenen Vegi-Metzg mit unblutigen Zutaten ein. Hiltl-Kochbücher gibts natürlich auch.

Hitltl Dachterrassewww.hiltl.ch

7 Basel: Geheimtipp für Gin–Liebhaber

Der Ort: Geheimtipp-Alarm! Gut versteckt im vierten Stock eines Gebäudes in der Steinenvorstadt, dem Ausgeh-Hotspot von Basel schlechthin, gefällt sich das Baltazar in der Rolle des ruhigen Hafens. Die Seventies-Deko des gedeckten Restaurants (Makramee–Leuchten!) erstreckt sich auch über die grosse Terrasse.

Das wird serviert: Pflichtstoff ist hier: Gin. Denn es stehen über hundert verschiedene aus allen Ecken der Welt zur Auswahl. Damit man standfest bleibt, unbedingt einen der verschiedenen Flammkuchen dazubestellen. Oder zwei.

Das gibt es zu sehen: Weitblick haben andere. Das Baltazar, eingebettet zwischen Dächern und Fassaden der umliegenden Häuser, lädt deshalb eher dazu ein, die Outfits der anderen Gäste zu studieren …

Das ist grandios: Weil die Gastgeber grosse Mixologie-Enthusiasten sind, ist dies der ideale Ort, um die Kunst des Cocktailmixens bei einer Degu oder einem Workshop zu entdecken. Dazu immer mal wieder ein paar Takte Jazz … Groovy.

Baltazar Barwww.baltazarbar.ch

8 Zürich: Million-Dollar-Lage mit Designbonus

Der Ort: Nur schon das Hochkommen ist ein Highlight. Man nimmt in der Lobby den verglasten Lift – zooom, schon steht man auf dem Dach des unlängst neu erblühten Luxushotels Eden au Lac (für das Make-over zeichnet Stardesigner Philippe Starck himself verantwortlich). Von der begrünten Terrasse des wunderbaren Dachrestaurants La Muña hat man eine Million-Dollar-Aussicht auf Zürcher Seebecken. Edel? Definitiv – aber zugleich ist die Atmosphäre erfreulich relaxed, vor allem wenn ein oder eine DJ auflegt.

Das wird serviert: Die Getränkekarte ist genau so, wie sich das für ein Lokal dieser Klasse gehört: endlos. Dazu zaubert das Team des Muña mit den Zutaten der japanisch–peruanischen Nikkei-Küche. Wie wärs zum Beispiel mit in Miso mariniertem schwarzem Kabeljau?

Das gibts zu sehen: Altstadt rechts, Alpen links, dazwischen glitzerndes Züriseewasser à gogo … Ein 360-Grad-Blick für Götter. Und Göttinnen natürlich!

Das ist grandios: Diese Kombi aus würdevoller Grand-Hotel-Architektur und Starckscher Designkoketterie mit einer Prise Mittelmeer-Feeling – einmalig.

Hotel La Réserve Eden au Lacwww.lareserve-zurich.com

9 Genf: Perle mit zwei Seelen

Der Ort: Stammgäste schwören, nirgends sei der Sonnenuntergang überm Lac Léman schöner als hier. Wir glauben es sofort. Mit einem Cocktail in der Hand auf dem Dach des am linken Seeufer gelegenen Hotels Métropole stehen, mit Freunden lachen oder mit dem Date beim Dinner flirten – Met-Bar, wir kommen!

Das wird serviert: Die Getränkekarte ist besonders stark, wenn es um Gin geht. Dazu teilt man Tapas wie Ceviche vom Kabeljau oder heisse Quinoa-Kroketten.

Das gibts zu sehen: Da wären der Jet d’eau, der Jura, die Kathedrale, der Jardin Anglais … Noch Wünsche?

Das ist grandios: Die Lage des Hotels ist nicht nur im Hinblick auf die atemberaubende Sicht ideal, sondern bietet auch zweierlei Entspannungsmöglichkeiten: Wem der Sinn nach einer mediterranen Auszeit steht, macht es sich in der Rooftop-Bar inmitten der Oliven- und Zitronenbäume gemütlich; wer nach einer ausgedehnten Shoppingtour in der Rue du Rhône einen mondänen Tagesausklang sucht, geniesst das urbane Flair des Métropol.

Met Rooftop Bar & Lounge, Hotel Métropolewww.metropole.ch

10 Baden: Wo gehts zum Strand, bitte?

Der Ort: Tiefenentspannter als hier ist die Stadt Baden nirgends. Wie die Kirsche auf einem Stück Torte thront die kleine Sichtbar auf dem hohen, schmalen, himmelblau gestrichenen Blue City Boutiquehotel – und zaubert einen mit ihren Palettenlounges, den Fackeln, dem raschelnden Schilfgras und einem Strandkorb für ein paar Stunden nach Sylt … oder in die Hamptons.

Das wird serviert: Klar gibts Cocktails, diverse Biere und Gins. Aber auch der hausgemachte Eistee und die Sichtbar-Limo sind nicht zu verachten. Ein Hüngerli schleicht sich an? Dann her mit den im Hotelrestaurant Lemon selbst gebackenen Nachos oder dem Zvieri-Plättli mit Charcuterie aus der Region.

Das gibts zu sehen: Unten der Bahnhofplatz mit seinem Menschengewusel, oben die Ruine von Schloss Stein. Ein reizvoller Mix aus Vergangenheit und Gegenwart.

Das ist grandios: Die charmant zusammengestiefelte Einrichtung, die entspannte, ein bisschen bohème-angehauchte Atmosphäre … Täuscht es oder riecht es da tatsächlich nach Salzwasser?

Sichtbar
Restaurant Lemon,
www.restaurantlemon.ch

Welches ist deine liebste Rooftop-Bar in der Schweiz? Sag es uns in den Kommentaren.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen im Magazin «encore!».

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