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WinterferienTraumwetter, volle Pisten und lange Schlangen

Sonne pur, beste Schneeverhältnisse und volle Betten: Die Schweizer Skiorte sind diese Woche praktisch ausgebucht. Das führt auch zu teilweise grossen Wartezeiten an Kassen und Liften.

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ann / hub
In Nendaz VS sind die Skipisten bei Traumverhältnissen voll.

In Nendaz VS sind die Skipisten bei Traumverhältnissen voll.

«Unser grösstes Hotel, das Terrace, ist diese Woche total ausgebucht», sagt Frédéric Füssenich, Tourismusdirektor von Engelberg. Auch sonst sei Engelberg nahezu voll. «Wer aber etwas sucht, findet meistens doch noch irgendwo ein Zimmer», so Füssenich. Nebst Schweizern strömen vor allem Besucher aus Deutschland, den Beneluxländern, England und Skandinavien ins Titlisgebiet. «Wir haben traditionell einen sehr breiten Mix an ausländischen Gästen», so Füssenich.

Alle Pisten offen

In Zermatt ist es bis Ende März schwierig, noch eine Unterkunft zu finden. Zahlreiche Hotels seien komplett ausgebucht, sagt Marc Scheurer, Marketingleiter der Destination Zermatt. Das zeigte sich auch auf dem Zermatter Bahnhofsplatz, dem Treffpunkt der Zermatter Skischule. «Gegen 200 Kinder scharten sich heute Morgen dort, das war ein wunderbarer Anblick», so Scheurer. Die Zermatter Gäste, die auch gern mit dem Glacier-Express anreisen, kommen vor allem aus der Schweiz, Deutschland, England, Japan und Frankreich. Im ganzen Wallis herrschen derzeit Traumverhältnisse. «Alle 2800 Pistenkilometer sind offen, die Sonne scheint und wir haben herrlichen Pulverschnee», so der Walliser Tourismusdirektor Urs Zenhäuser.

Ferien weniger breit verteilt

Auch im Südosten der Schweiz frohlocken die Tourismusbüros ob der vielen Gäste. «Diese und die nächste sind die zwei besten Wochen nebst Weihnachten», sagt Mediensprecher Gieri Spescha von Bündnerland Tourismus. Der Grund: Die Schweizer Sportferien sind dieses Jahr etwas weniger breit verteilt. «Viele bevölkerungsreiche Kantone wie Zürich, Basel, Bern und Luzern haben jetzt Ferien», so Spescha. In Süddeutschland ist ausserdem gerade Faschingwoche.

«Viele Orte sind jetzt praktisch ausgebucht», fügt Spescha an. Entsprechend lange waren am Samstag die Wartezeiten am Vereinatunnel: Bis zu drei Stunden mussten die Wintergäste warten, bis sie auf den Zug auffahren durften.

Kein freies Zimmer mehr

In Davos haben unzählige Familien die vielen Betten gefüllt: «Grosse Wohnungen für vier und mehr Personen gibt es gar keine mehr», sagt Pressesprecherin Cornelia Lindner von Davos Klosters Tourismus. Die Schneesportler treffen im Bündnerland aber auch auf ausgezeichnete Verhältnisse. «Es hat reichlich Schnee und die Sonne verwöhnt uns praktisch die ganze Woche», sagt Britta Maier von der Weissen Arena. In Flims, Laax und Falera sind darum die meisten Hotels total ausgebucht. «Nur noch vereinzelt gibt es freie Zimmer», so Maier.

Wer im Berner Oberland noch einen Ort zum Übernachten sucht, muss vielerorts auf kurzfristige Absagen anderer Gäste hoffen. Gstaad, Meiringen und die Jungfrauregion melden volle Häuser und Rekordverkäufe auf den Bahnen. «Die Zimmer sind vor allem an den Wochenenden sehr gut gebucht, unter der Woche ist im einen oder anderen Ort jedoch noch immer eine Unterkunft zu finden», sagt Susanne Fuchs von Wengen Tourismus.

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