Der Berg ruft: Traumwochenende in Sicht
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Der Berg ruftTraumwochenende in Sicht

Genug Schnee, viel Sonne und wärmere Temperaturen sowie höchstens eine mässige Lawinengefahr: Mehr können sich Wintersportler für das Wochenende in den Schweizer Bergen kaum wünschen.

Unter dem Hochnebel bleibt es hingegen eher ungemütlich: die Zahl der Eistage in Serie dürfte bis zum Sonntag auf zehn steigen. Über dem Hochnebel dürfte die Nullgradgrenze auf 1.500 bis 2.000 Meter über Meer steigen. Hinzu kommen am Wochenende strahlender Sonnenschein und gute Fernsicht. Die Wintersportorte rechnen deshalb mit einem Grossansturm der Schneesportler. Sie locken fast überall mit Pulverschnee.

Im Berner Oberland finden zudem die Ski-Weltcuprennen in Adelboden statt. Auch für Touren sollten ideale Bedingungen herrschen. Die Lawinengefahr dürfte laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos weiter abnehmen. Zurzeit ist sie verbreitet noch mässig. Vor allem in Gebieten mit Neu- und Triebschnee ist deshalb eine vorsichtige Routenwahl nötig.

Vom Januarloch ist in den Wintersportgebieten vorerst nichts zu spüren. Bergbahnen und Hotellerie rechnen auch für die Sportferien im Februar nach wie vor mit einer guten Auslastung, wie es bei den Verbänden Seilbahnen Schweiz und Schweiz Tourismus hiess. Auch die russischen Gäste seien wie jedes Jahr im Januar anwesend, sagte Daniela Bär, Mediensprecherin von Schweiz Tourismus. Allerdings gäben sie laut ersten Rückmeldungen etwas weniger Geld aus als in früheren Jahren.

Natureisbahnen

Neben dem Schnee stehen den Wintersportlern auch zahlreiche Natureisbahnen zur Verfügung. Die Eisbildung auf den Seen ist trotz sehr tiefen Durchschnittstemperaturen von minus drei bis minus vier Grad in den vergangenen Tagen allerdings nicht gross vorangekommen. So hat sich zum Beispiel auf dem Pfäffikersee im Zürcher Oberland nach wie vor keine Eisschicht gebildet. Dies obwohl am Donnerstag mittlerweile 85 kumulierte Minusgrade zusammengekommen sind, wie Meteorologe Stolz sagte. Bei Summen zwischen 60 und 150 Minusgraden hat sich in früheren Jahren laut MeteoSchweiz jeweils eine tragfähige Eisschicht auf dem Pfäffikersee gebildet. Auch der Katzensee auf dem Gebiet der Stadt Zürich wird nach Auskunft der Stadtpolizei auf das Wochenende sicher nicht für Eisläufer freigegeben. Das Eis sei noch immer zu dünn. Hinderlich für die Eisbildung war in den vergangenen Tagen die Bise gewesen. (dapd)

Oben blau, unten grau

Der über dem Schweizer Flachland liegende Hochnebel ist teilweise so stark, dass Teile der Kantone Aargau und Solothurn dieses Jahr noch keinen einzigen Sonnenstrahl gesehen haben. Dafür wurden Alpen und Jura mit viel Sonnenschein eingedeckt. An Sonnenentzug leidet vor allem die Region von Olten SO der Aare entlang bis zum Wasserschloss bei Brugg AG. In Schönenwerd SO und im Gebiet rund um das KKW Beznau AG wurde gemäss Angaben von SF Meteo vom Freitag 2009 bisher kein einziger Sonnenstrahl gesichtet.

(SDA)

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