Spital-Tragödie: Traurige Gewissheit nach Babyverwechslung
Aktualisiert

Spital-TragödieTraurige Gewissheit nach Babyverwechslung

In Südafrika nahm eine mutmassliche Babyverwechslung einen tragischen Verlauf: Eines der Neugeborenen verstarb (20 Minuten Online berichtete). Nun liegen die Ergebnisse des DNA-Tests, der zur Identifizierung der Kinder dienen soll, vor.

Für die beiden Mütter, die am Sonntag vor einer Woche jeweils ein Kind zur Welt brachten, wurden die vergangenen Tage zu den quälendsten ihres Lebens: Nachdem sie ihre Kinder in der Alexandra Clinic entbunden hatten und ihre Babys mit nachhause nahmen, kam heraus, dass die Handgelenke der Säuglinge nicht - wie sonst üblich - mit einem Namensbändchen versehen wurden. Am Dienstag verstarb eines der Kinder in der Obhut einer der Frauen - zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob die Babys tatsächlich im Spital vertauscht wurden (20 Minuten Online berichtete).

Ein DNA-Test sollte die Identität der Säuglinge klären - nach Tagen der Ungewissheit wurden den Müttern die Ergebnisse der Analyse mitgeteilt: Die Babys wurden nicht vertauscht. Nun hat die 23-jährige Lebo Nkadimeng die traurige Gewissheit, dass sie von ihrem eigenen Kind Abschied nehmen musste.

Stundenlanges Warten - ohne Behandlung

Noch ist die Todesursache unklar. Wie Nkadimeng gegenüber der südafrikanischen Zeitung «Sowetan» berichtete, übergab sich ihr Baby am vergangenen Dienstag: «Ich habe die Kleine zur East Bank Clinic gebracht. Dort mussten wir stundenlang warten. Als sich dann endlich eine Schwester um mein Kind kümmerte, hörte es auf, sich zu übergeben. Daraufhin schickte sie uns nachhause und meinte, ich sollte mich in der Alexandra Clinic melden, falls dem Kind wieder übel werde». Wenige Stunden später war das Kind tot: Das kleine Mädchen verstarb noch auf dem Heimweg vom Spital in den Armen seiner leiblichen Mutter.

Zu keiner Stellungnahme bereit

In der East Bank Clinic war man bisher zu keiner Stellungnahme zum Tod des Babys bereit. Anders der Mediziner Dr. Muvili Simba, ein Sprecher der Alexandra Clinic. Er behauptet: «Nkadimeng war nicht ehrlich zu uns». Nach eigenen Angaben forderte Simba schon vor der Entlassung von Mutter und Kind einen DNA-Test, dem Nkadimeng zu diesem Zeitpunkt noch nicht zustimmen wollte.

rre

Deine Meinung