Trauriges Jubiläum: Schweizer 100 Mal erfolglos

Aktualisiert

Trauriges Jubiläum: Schweizer 100 Mal erfolglos

Aksel Lund Svindal (No) zeichnete sich in Hinterstoder als bester Ski-Orientierungsläufer aus. In dichtem Nebel gewann er den Riesenslalom vor François Bourque (Ka) und Kalle Palander (Fi). Als bester Schweizer wurde Didier Défago Neunter. Damit wurde ein unerfreuliches Jubiläum Tatsache.

Wegen des Nebels hatte das Rennen schon um eine halbe Stunde verschoben werden müssen. Während im 1. Lauf die Erstgestarteten noch halbwegs akzeptable Bedingungen vorfanden, wurden die Verhältnisse immer schwieriger, so dass die Fahrer mit höheren Startnummern keine Aussichten mehr auf einen Spitzenplatz hatten.

Ausser dem Kanadier François Bourque, der mit der Startnummer 12 mit 26 Hundertsteln Zweiter wurde und sich als moralischer Sieger fühlen darf, trugen die ersten vier durchwegs tiefe Nummern: Svindal die 1, Kalle Palander die 2 und Bode Miller die 3.

Aksel Lund Svindal verhinderte den ersten Erfolg des Kanadiers François Bourque und gewann selber zum vierten Mal, zum ersten Mal im Riesenslalom. «Das ist meine Lieblingsdisziplin und die Basis für den Skisport ganz allgemein», meinte der 24-jährige Skandinavier. Diese sind in der Regel ja auch gute Orientierungsläufer. «Auch ich habe überhaupt nichts gesehen», sagte Svindal, «ich bin einfach nur runtergefahren». Er übernimmt damit im letzten Rennen vor Weihnachten wieder die Gesamtführung.

Nachdem Didier Défago und Didier Cuche nach dem 1. Lauf als beste Schweizer auf den Rängen 13 und 14 lagen, stiess mit Défago wenigstens einer noch in die Top Ten vor. Marc Berthod, der sich auf dem Weg zu einer Spitzenzeit befand, stürzte kurz vor dem Ziel, Carlo Janka schied aus.

Schweizer seit 100 Rennen ohne Sieg

Damit wird ein wenig erfreuliches Jubiläum Tatsache: Seit genau 100 Weltcuprennen sind die Schweizer Männer ohne Sieg. Der letzte datiert vom 30. Januar 2004 (Cuche in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen). Daneben nimmt sich die Durststrecke der Österreicher bescheiden aus. Diese sind nun seit 13 Wettbewerben ohne Erfolg. Beim Heimrennen in Hinterstoder klassierte sich mit Benjamin Raich als Fünftem gerade einer in den Top-Ten.

Weltcup-Riesenslalom der Männer in Hinterstoder. Schlussklassement:

1. Aksel Lund Svindal (No) 2:25,63.

2. François Bourque (Ka) 0,26 zurück.

3. Kalle Palander (Fi) 0,40.

4. Bode Miller (USA) 0,53.

5. Benjamin Raich (Ö) 0,57.

6. Massimiliano Blardone (It) 0,75.

7. Alberto Schieppati (It) 1,12.

8. Joel Chenal (Fr) 1,32.

9. Didier Défago (Sz) 1,33.

10. Ted Ligety (USA) 1,37.

11. Peter Fill (It) 1,38. 12. Hermann Maier (Ö) 1,46. 13. Thomas Fanara (Fr) 1,48. 14. Didier Cuche (Sz) 1,91. 15. Manfred Mölgg (It) 2,16. 16. Steve Missillier (Fr) 2,34. 17. Alessandro Roberto (It) 2,42. 18. Matthias Lanzinger (Ö) 2,43. 19. Marcus Sandell (Fi) 2,53. 20. Omar Longhi (It) 2,72. 21. Patrick Bechter (Ö) 2,80. 22. Daniel Albrecht (Sz) 2,91. 23. Markus Larsson (Sd) 3,04. 24. Michael Walchhofer (Ö) 3,22. 25. Mario Scheiber (Ö) 3,60. 26. Christoph Gruber (Ö) 3,85. 27. Mario Matt (Ö) 5,50. 28. Ales Gorza (Sln) 9,97.

Nicht für den 2. Lauf der 30 Besten qualifiziert: 32. Carlo Janka 3,81.

Ausgeschieden: Rainer Schönfelder (Ö), Felix Neureuther (De), Marc Berthod (Sz), Marco Büchel (Lie), Thomas Grandi (Ka).

(si)

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