13.08.2020 08:25

GewerkschaftsdachverbandTravail Suisse fordert Lohnerhöhungen trotz Corona

Eine flächendeckende Nullrunde bei Löhnen sei weder sinnvoll noch notwendig, findet der Gewerkschaftsdachverband.

Die Mindestlöhne im Gastgewerbe bleiben wegen der Coronavirus-Pandemie auf dem Stand von 2019. (Symbolbild)

Die Mindestlöhne im Gastgewerbe bleiben wegen der Coronavirus-Pandemie auf dem Stand von 2019. (Symbolbild)

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Der Gewerkschaftsdachverband Travail Suisse fordert trotz Corona-Krise Lohnerhöhungen: Eine flächendeckende Nullrunde sei weder sinnvoll noch notwendig. So sei eine Lohnerhöhung bei Branchen angezeigt, die relativ unbeschadet durch die Krise gekommen seien.

Kurzarbeit sei zwar wichtig gewesen, um die Löhne und das Einkommen zu sichern und so die Corona-Krise für die Arbeitnehmenden nicht unmittelbar existenziell werden zu lassen, hiess es am Donnerstag an der Medienkonferenz von Travail Suisse und deren Mitgliedorganisationen Syna, Hotel & Gastro Union und Transfair in Bern. Doch die Lohnersatzquote von 80 Prozent bei Kurzarbeit und 70 Prozent bei der Arbeitslosigkeit führten zu markanten Einkommensausfällen.

Dies führe zu Kaufkraftverlust und Konsumverzicht – was die Krise weiter verstärke. Eine Lohnerhöhung in «etlichen Branchen» sei deshalb als Stütze des Konsums volkswirtschaftlich nötig, forderten die Verbände unter anderem. Zudem soll auch der Service Public gestärkt werden, denn dieser sei bei der Bewältigung der Krise existenziell wichtig. Zu vermeiden sei auch die Annahme der Initiative «Für eine massvolle Zuwanderung» (Begrenzungsinitiative) – laut Travail Suisse «ein europapolitisches Harakiri».

(SDA)

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110 Kommentare
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bünzlis mag keiner

14.08.2020, 15:25

Lieber weniger ennet der Grenze einkaufen!!!

Martial2

14.08.2020, 10:47

Für Lohnerhöhungen ist die Zeit sehr schlecht gewählt. Jeder/jede sollte froh sein, wenn er/sie seinen Job behalten kann, ohne Kurzarbeit oder Lohnkürzung!!

P. Fröhlich

14.08.2020, 07:48

Äh nein, mit dem Corona Rettungspaket lieber einen Ferrari kaufen. Ironie aus.