Aktualisiert 04.08.2004 17:57

Treffen der Chefs von Swiss und helvetic

Billig-Airlines machen der Fluggesellschaft Swiss im ohnehin kleinen Heimmarkt Schweiz immer stärkere Konkurrenz.

So baut der Schweizer Carrier helvetic sein Europa-Streckennetz kontinuierlich aus. Swiss-Chef Christoph Franz und helvetic-Chef Peter Pfister haben nun Kontakt miteinander aufgenommen, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Angefangen hatte helvetic im vergangenen November mit Flügen nach Alicante, Valencia und Wien. Inzwischen wurde das Angebot um die Destinationen Amsterdam, Madrid, Malaga, Palma de Mallorca, Marseille, Nizza, Neapel, Rom und Venedig erweitert. Ab 30. September soll nun auch London Gatwick und ab 31. Oktober Barcelona zum Fixpreis von jeweils 99 Euro angeflogen werden, wie helvetic bekanntgab.

Ausser Marseille sind das Städte, die allesamt auch die Swiss anfliegt. Swiss bedient Alicante ab 4. September wieder von Zürich aus, nachdem die Verbindungen von Genf und Basel dem Schrumpfungsprozess zum Opfer gefallen waren. Swiss konnte zwar die Auslastung ihrer Europa-Flüge auf über 60 Prozent steigern, verliert aber weiterhin Geld.

In der jüngsten Ausgabe der «HandelsZeitung» bezichtigte helvetic-Chef Pfister die Swiss, einen ruinösen Verdrängungskampf zu führen. Alicante sei wieder ins Streckennetz aufgenommen worden, «obwohl die Verantwortlichen genau wissen, dass sie diese Strecken nicht Kosten deckend bedienen können», wurde Pfister zitiert. Unverständlich sei auch, dass Swiss ausländische Kooperationen suche, anstatt auf gewissen Destinationen mit helvetic zusammenzuarbeiten.

Bei der Swiss wurde Pfisters Verdrängungsvorwurf auf Anfrage in Basel zwar nicht kommentiert. Swiss-Sprecherin Elle Steinbrecher gab aber am späten Nachmittag bekannt, dass sich Swiss-Chef Franz und Pfister bereits getroffen hätten - «zum Kennenlernen», wie sie sagte. Was bei der Aussprache heraus gekommen ist, sagte Steinbrecher nicht. Ob eine Zusammenarbeit der Swiss auch mit helvetic möglich sei, lasse sich im Moment schwer beurteilen, sagte sie, offensichtlich mit Blick auf den «HandelsZeitungs»-Bericht. (dapd)

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