Trendsport Quadfahren: Viele unterschätzen die Gefahren
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Trendsport Quadfahren: Viele unterschätzen die Gefahren

Quadfahren liegt im Trend. Doch was leicht aussieht, hat seine Tücken: Allzu oft landen ungeübte Fahrer mit ihrem vierrädrigen Motorrad abseits der Strasse.

In der Innerschweiz läuft das Geschäft mit den Vierrad-Töffs wie geschmiert. Kein Wunder also, dass auch die Unfallzahlen steigen: Ein Crash im Juli 2004 im Kanton Schwyz forderte ein Todesopfer, letzten Juni wurde in Inwil ein Verunfallter schwer verletzt, ebenso die beiden Männer, die am Montag auf einer Spritztour bei Malters von der Strasse abgekommen waren.

Letztere gehörten zu einer geführten Gruppe, die bei Werner Fuchs (51) in Reussbühl Fahrzeuge gemietet hatte. Warum eines von ihnen plötzlich abdriftete und gegen einen Baum prallte, ist ihm schleierhaft. «Vielleicht liess der Lenker eine Hand vom Steuerrad oder war unkonzentriert», sagt Fuchs.

Quadfahren liege im Trend, bestätigt Moto-Fachmann Kurt Waltisperg aus Root. Nur meine jeder, er könne aufs Gefährt steigen und Vollgas geben. «Wer aber die Gewichtsverlagerung nicht im Griff hat, ist bald von der Strasse», sagt er. Eine mindestens einstündige Einführung sei unverzichtbar.

Der Quad-Boom hat eine weitere Schattenseite. Jan Gürke von Mountain Wilderness: «Wir bekommen immer wieder Reklamationen von Naturfreunden, die sich von Lärm und Abgas der Quads gestört fühlen.»

Eva Wirth

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