Schwere Erkrankung: Trickdieb lässt Deal vor Gericht platzen

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Schwere ErkrankungTrickdieb lässt Deal vor Gericht platzen

Sechsmal soll ein 39-Jähriger Migros-Kunden bestohlen haben und stand deshalb vor Gericht. Von der Abmachung mit der Staatsanwaltschaft zog er sich überraschend zurück.

Sollte sich der Angeklagte mit der Staatsanwältin nicht auf eine Strafe einigen können, würde dies ein reguläres Verfahren mit sich ziehen.

Sollte sich der Angeklagte mit der Staatsanwältin nicht auf eine Strafe einigen können, würde dies ein reguläres Verfahren mit sich ziehen.

Keystone/Walter Bieri

An der Fleischtheke einer Migros-Filiale im Bezirk Meilen hat ein 39-jähriger Rumäne eine Frau mit der Frage «Wo nix Sau?» abgelenkt und ihr dann das Portemonnaie entwendet – mitsamt 2000 Franken Bargeld. Dem gelernten Schlosser fielen noch weitere fünf Personen zum Opfer, weshalb er wegen gewerbsmässigem Diebstahl 14 Monate ins Gefängnis soll, wie die «Zürichsee-Zeitung» schreibt.

Der Angeklagte hatte sich zusammen mit der Staatsanwaltschaft auf die Strafe geeinigt. Doch der 39-Jährige liess am Mittwoch den Deal vor dem Bezirksgericht Meilen platzen – er habe keine Lust auf die 14 Monate im Gefängnis. Er sei nämlich schwer krank, gar in Lebensgefahr. Es handle sich bei der Krankheit um Hepatitis C.

Höhere Strafe droht

Für den Rumänen sei die Freiheitsstrafe zu lange. Doch diese komme nicht von ungefähr, denn er wurde schon während einer bedingten Vorstrafe wieder straffällig. Vor Gericht habe er gesagt, er wolle den Fall weiterziehen.

Das geht aber nicht, wie ihn die Richterin aufklärte. Der Fall ginge zuerst zurück an die Staatsanwaltschaft. Sollte sich der Angeklagte mit der Staatsanwältin nicht auf eine Strafe einigen können, so würde dies ein reguläres Verfahren nach sich ziehen. Und dann könnte ihm laut dem Bericht sogar eine noch höhere Strafe drohen. (20 Minuten)

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