Rip-Deal in der Schweiz - Trickdiebe kaufen teuren Schmuck und übergeben nur Zeitungsschnipsel
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Rip-Deal in der SchweizTrickdiebe kaufen teuren Schmuck und übergeben nur Zeitungsschnipsel

Über Anzeigenplattformen nehmen Diebe ihre Opfer mit einem raffinierten Trick aus. Drei von zehn Betrügern und Betrügerinnen wurden im Kanton Freiburg gemeldet.

von
Zoé Stoller
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In den letzten fünf Monaten wurden schweizweit zehn Trickdiebstähle, die allesamt gleich abliefen, gemeldet.

In den letzten fünf Monaten wurden schweizweit zehn Trickdiebstähle, die allesamt gleich abliefen, gemeldet.

20 Minuten
Die Betrügerinnen und Betrüger überlisteten ihre Opfer beim Kauf von Wertgegenständen.

Die Betrügerinnen und Betrüger überlisteten ihre Opfer beim Kauf von Wertgegenständen.

20min/Matthias Spicher
Statt der abgemachten Summe befanden sich bei der Geldübergabe im Umschlag nur noch Zeitungsschnipsel und eine Banknote.

Statt der abgemachten Summe befanden sich bei der Geldübergabe im Umschlag nur noch Zeitungsschnipsel und eine Banknote.

20 Minuten

Darum gehts

  • Innerhalb von fünf Monaten wurden zehn Trickdiebstähle gemeldet, drei davon im Kanton Freiburg.

  • Die Betrügerinnen und Betrüger heimsten dabei Wertgegenstände im Wert von zirka 80’000 Franken ein.

  • Die Polizei sensibilisiert, wie man solche Diebereien vermeiden kann.

Seit April dieses Jahres wurden in der Schweiz zehn Trickdiebstähle gemeldet - darunter drei im Kanton Freiburg. Die Betrügerinnen und Betrüger hauen ihre Opfer über eine Kleinanzeigenplattform übers Ohr. Die Diebe haben insgesamt bereits einen Gesamtschaden von zirka 80’000 Franken verursacht. Die Polizei ruft deshalb zur Vorsicht auf.

Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist bei allen zehn Fällen identisch: Eine Privatperson bietet auf der Plattform eines sozialen Netzwerkes einen Wertgegenstand wie ein Schmuckstück oder eine Markenuhr zum Verkauf an. Dieser hat jeweils einen Wert von mehreren tausend Franken. Die “falsche” Käuferin oder der “falsche” Käufer zeigt sich an der Kostbarkeit sehr interessiert und vermittelt der Verkäuferin oder dem Verkäufer starkes Vertrauen. Nach dem Austausch einiger Nachrichten - meist auf Englisch - vereinbaren die Anbietenden und die Interessentinnen oder Interessenten einen Termin für den Abschluss des Verkaufs. Die abnehmende Person bietet dabei an, direkt zur Wohnung der Verkäuferin oder des Verkäufers zu kommen. Bezahlen möchte sie in bar, ohne zuvor den Preis verhandelt zu haben. Selten treffen sie sich auch an einem öffentlichen Ort.

Die Käuferin oder der Käufer zeigt der anbietenden Person den geforderten Geldbetrag und überreicht ihr einen Umschlag, in welchem sich jedoch nur noch eine Banknote und Zeitungspapier befinden. Das Opfer bemerkt den Betrug zu spät, sodass die Betrügerin oder der Betrüger bereits über alle Berge ist. Um weitere Wiederholungsfälle zu vermeiden, mahnt die Freiburger Polizei zur Vorsicht.

So gibst du Dieben keine Chance

Sicherer Verkauf

  • Wenn eine Käuferin oder ein Käufer keine Versuche startet, den Preis zu verhandeln, solltest du misstrauisch werden.

  • Bereits während der Transaktion solltest du den Geldbetrag kontrollieren. Ist der volle Betrag im Umschlag?

  • Verhält sich die Käuferin oder der Käufer verdächtig, melde dich umgehend bei der Nummer 117.

  • Wirst du Opfer eines Trickdiebstahls, erstatte sofort Anzeige bei der Polizei.

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