Trickdiebe umgehen die Ladensicherung

Aktualisiert

Trickdiebe umgehen die Ladensicherung

Immer häufiger finden Grenzwächter bei Personen aus Osteuropa Utensilien für den Ladendiebstahl. Die St. Galler Ladenbesitzer rüsten bei der Diebstahlprävention auf.

«Wir haben im Vergleich zum Vorjahr 50 Prozent mehr Hilfsmittel für den Trickdiebstahl sichergestellt», sagt Clemens Lutz, Sprecher vom Kommando der Grenzwachtregion Heerbrugg. Die Grenzwächter finden mit speziellen Folien ausgekleidete Taschen, die das Signal der Diebstahlsicherung unterdrücken. Sichergestellt werden auch elektronisch aufgerüstete Kreditkarten, die am Ladeneingang Alarm auslösen. «Ist das Personal mit dem Alarm beschäftig, verlassen andere mit Diebesgut den Laden», so Lutz.

In den St. Galler Läden sind die Tricks bekannt. «Die einen lenken das Verkaufspersonal ab, die anderen stecken die Waren in die präparierten Taschen», erklärt Bettina Dalm, Geschäftsführerin von Globus. Die Diebe haben es meist auf teure Markenware abgesehen. Bei Feldpausch oder Mode Weber werden diese darum zusätzlich mit Stahlseilen gesichert. Bei Globus und PKZ setzt man auf Überwachungskameras: «Die Banden wollen nicht gefilmt werden und meiden diese Läden», sagt PKZ-Inhaber Olivier Burger.

Kleine Boutiquen haben es da schwerer: «Wir sind aufmerksam und erwischen immer wieder Diebe, aber es kommt immer Ware weg», so Loredana Di Stefano von Blue Dog.

(ann)

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