Aktualisiert 24.02.2015 08:25

Ermittlungen

Tricksten Banken beim Goldpreis?

Manipulationsverdacht im Edelmetallhandel: Die US-Behörden überprüfen einem Bericht zufolge UBS, CS und mindestens acht weitere internationale Banken.

Ging es bei der Festsetzung des Goldpreises mit rechten Dingen zu?

Ging es bei der Festsetzung des Goldpreises mit rechten Dingen zu?

Das US-Justizministerium hat einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge Ermittlungen gegen mindestens zehn weltweit operierenden Banken aufgenommen. Es geht darum, ob es Preisabsprachen im Handel mit Gold, Silber, Platin und Palladium gegeben hat. Auch die US-Handelsaufsicht soll eine Untersuchung eingeleitet haben. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf mit den Ermittlungen vertrauten Kreisen.

Zu den betroffenen Banken zählen dem Bericht zufolge neben den beiden Schweizer Grossbanken auch die Deutsche Bank, HSBC, Barclays, Goldman Sachs, JPMorgan, Société Générale, Bank of Nova Scotia und die Standard Bank.

Bei UBS wie auch Credit Suisse war am Dienstagmorgen zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der weltweite Edelmetallhandel ist in London angesiedelt, wo zum Beispiel für Gold jeweils am Nachmittag der Preis festgesetzt wird.

Der Edelmetallhandel ist ein weiterer Bereich, wo es zu Preisabsprachen zwischen verschiedenen Banken gekommen sein könnte. Erst im vergangenen November wurden weltweite Grossbanken wegen der Manipulation der Devisenkurse gebüsst: Die UBS zahlte 774 Millionen Franken. Ebenso im vergangenen Jahr kam es zur Verurteilung wegen der Manipulation des Referenzzinses Libor. Die UBS erhielt dabei keine Geldbusse, da sie zur Aufklärung des Skandals beigetragen hatte.

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