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UntersuchungsberichtTrieben Halluzinationen Williams in den Tod?

Als sich Robin Williams erhängte, hatte er keinen Alkohol im Blut, allerdings Medikamente gegen seine Demenzerkrankung – mit starken Nebenwirkungen.

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Die Autopsie bestätigte vergangene Woche den Selbstmord des Schauspielers. Bei der Untersuchung kam zudem heraus, dass Williams zum Zeitpunkt seines Todes keinen Alkohol im Blut hatte.

Die Gerichtsmediziner fanden jedoch verschreibungspflichtige Medikamente. Wie TMZ.com berichtet, spielte die Demenz-Erkrankung und deren Behandlung eine Schlüsselrolle beim Selbstmord.

Offener Internetbrowser

Robin Williams litt an Lewy-Körper-Demenz – nach Alzheimer die zweithäufigste Form der Demenz. Sie ist eng verknüpft mit der Parkinson-Krankheit, unter der Williams seit 2011 litt. Die Medikamente hätten oft Halluzinationen zur Folge: Die Patienten sehen Menschen, die gar nicht anwesend sind, und versuchen oft, mit diesen zu kommunizieren. Laut TMZ.com hatte sich Williams bei seiner Frau über die Nebenwirkungen beklagt.

Als man den toten Schauspieler fand, stand in der Nähe eine geschlossene Flasche Seroquel, schreibt Daily Mail. Seroquel oder auch Quetiapin wird eingesetzt gegen Schizophrenie, Bipolare Störungen und Depressionen. Williams hatte das Medikament eine Woche vor seinem Tod erhalten.

Ein iPad lässt zudem den Schluss zu, Williams habe sich selbst Sorgen um die Nebenwirkungen gemacht. In einem offenen Internetbrowser fanden die Behörden Suchanfragen zu verschiedenen Medikamenten. Bei der letzten Begegnung mit seiner Ehefrau habe der Schauspieler «aufgeregt» gewirkt. Um 22.30 Uhr am Abend vor seinem Selbstmord sahen sie sich zum letzten Mal. Die Nacht verbrachten sie schon länger in getrennten Schlafzimmern, weil Williams im Schlaf jeweils laut redete.

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