Test gegen Kroatien: Trifft Gavranovic, droht Zoff mit seinem Bruder
Aktualisiert

Test gegen KroatienTrifft Gavranovic, droht Zoff mit seinem Bruder

Am Mittwoch startet die Nati ins WM-Jahr. An das letzte Testspiel gegen Kroatien hat Mario Gavranovic schöne Erinnerungen. Nicht nur, weil es das Heimatland seiner Eltern ist.

von
Eva Tedesco

Nati-Stürmer Mario Gavranovic verbindet mit Kroatien gute Erinnerungen. (Video: 20 Minuten)

Ein Jahr lang hatte Nati-Coach Ottmar Hitzfeld Mario Gavranovic nicht mehr in die Schweizer Nationalmannschaft berufen. Dann, im August 2012, erhielt er ein Aufgebot für das Test-Länderspiel gegen Kroatien. «Gavra» kam im Poljud Stadium in Split nach der Pause für Stephan Lichtsteiner und erzielte beim 4:2-Sieg der Schweizer zwei Tore.

Knapp 19 Monate später kommt es am Mittwoch wieder zum freundschaftlichen Aufeinandertreffen mit Kroatien. Und wenn Hitzfeld seine Auswahl heute um 16.30 Uhr im Letzigrund zum ersten Training im WM-Jahr aufbietet, wird auch Gavranovic wieder dabei sein. «Ich freue mich auf das Spiel, denn gegen Kroatien zu spielen, ist für mich immer etwas Spezielles», sagt der neunfache Internationale, der seit August 2012 zwei weitere Tore für die Schweiz erzielt hat. «Ich hoffe, dass ich am Mittwoch zumindest zu einem Teileinsatz komme und ein weiteres Spiel gegen mein Land machen kann.»

Funkstille zwischen Brüdern

Gavranovic erinnert sich noch gerne an die Begegnung vor zwei Jahren zurück, auch wenn er aus Respekt gegenüber dem Heimatland seiner Eltern damals auf den Torjubel verzichtet hat. Seine Familie hat sich dennoch mit dem heute 24-jährigen Stürmer gefreut. Also fast: Gavranovic lacht, als er nach den Reaktionen nach dem Spiel in Kroatien gefragt wird. «Mein Bruder hatte mir angedroht, dass er wegen der Tore einen Monat lang nicht mit mir reden wird.»

Und er fügt an: «Auch wenn ich noch einen Monat riskiere, hoffe ich trotzdem, dass ich auch dieses Mal wieder ein Tor machen werde.» Zumal der Bruder seine Drohung natürlich nicht wahrgemacht hat.

Viele Tore wären für Gavranovic auch die beste Referenz. Drei Monate bleiben bis Brasilien. Drei Monate für Hitzfeld, um die 35 WM-Kandidaten auf seiner Liste zu beobachten. Drei Monate für diese 35 Spieler, um beim WM-Casting gut abzuschneiden. Aktuell trifft das auf Gavranovic zu, der seit der Winterpause beim FC Zürich überzeugt und zusammen mit Josef Martinez (YB) und Marco Streller (FCB) mit je zehn Treffern die Torjägerliste der Super League anführt.

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