Publiziert

KriensTrinkwasser soll nicht mehr ungenutzt in die Kanalisation fliessen

Um das «wertvolle Krienser Trinkwasser» nicht zu vergeuden, plant der Stadtrat von Kriens, jeden Brunnen bei einer Sanierung umzurüsten. Dann gibts nur noch per Knopfdruck Wasser. Aber nicht vom Brunnen direkt.

von
Nadine Wechsler
1 / 3
Der Dorfbrunnen steht seit 1964 am Eingang des Bellparks.

Der Dorfbrunnen steht seit 1964 am Eingang des Bellparks.

kriens-tourismus.ch
Künftig sollen die Brunnen in Kriens kein Trinkwasser mehr verschwenden.

Künftig sollen die Brunnen in Kriens kein Trinkwasser mehr verschwenden.

kriens-tourismus.ch
Geplant ist, bei jeder notwendigen Sanierung die Brunnen der Stadt mit einer Umwälzpumpe auszurüsten, um Wasser zu sparen. Trinkwasser gibts dafür an neuen Trinkwasserstellen neben den Brunnen, die auf Knopfdruck das Wasser fliessen lassen.

Geplant ist, bei jeder notwendigen Sanierung die Brunnen der Stadt mit einer Umwälzpumpe auszurüsten, um Wasser zu sparen. Trinkwasser gibts dafür an neuen Trinkwasserstellen neben den Brunnen, die auf Knopfdruck das Wasser fliessen lassen.

Google Maps

Darum gehts

  • Die Stadt Kriens will alle Brunnen mit Umwälzpumpen ausrüsten.

  • Damit könnten pro Jahr 15 Millionen Liter Wasser gespart werden, rechnet die Stadt vor.

  • Neben den sanierten Brunnen werden Trinkwasserstellen geschaffen, die auf Knopfdruck Wasser spenden.

Mit einer Interpellation wandte sich der Krienser SVP-Einwohnerrat Patrick Koch im Sommer an den Stadtrat Kriens und bat um Antwort betreffend des Dorfbrunnens im Bellpark. Grund war ein – in seinen Augen – «ungenügender Wasserfluss». Der Brunnen erfülle mit dem Tröpfeln seine Aufgabe als Trinkwasserspender für die Bevölkerung nicht. In der Antwort des Krienser Stadtrats vom Dezember wird der ungenügende Wasserfluss im Sommer mit einer defekten Dichtung begründet, die sei nicht beabsichtigt gewesen.

Trinkwasser fliesst in Kanalisation

Vor allem aber informierte der Krienser Stadtrat in seiner Antwort auf die Interpellation auch generell über die Brunnen der Stadt. Konkret will die Regierung gegen Water Waste vorgehen. Er schreibt: «Auch wenn ein Brunnen das Stadtbild positiv prägen kann, so fliesst nahezu die ganze Wassermenge ungenutzt dahin. Abgesehen von der positiven Wirkung auf das Stadtbild, dem sanitarischen Nutzen und dem angenehmen Plätschern ist es nicht ökonomisch, Trinkwasser ohne zusätzliche Nutzung wieder in die Meteorleitung
oder in die Kanalisation abzugeben.» Künftig solle deshalb nur noch «so viel Trinkwasser wie nötig ungenutzt durch die Brunnenanlagen der Stadt Kriens fliessen».

Umwälzpumpe als Lösung

Der Stadtrat sagt in seiner Antwort auch gleich, wie er das Problem lösen will. Um auch zukünftig die ästhetische Funktion der Brunnen sicherzustellen, sollen Brunnen, die saniert werden müssen, mit einer Umwälzpumpe ausgerüstet werden. Dies habe zu Folge, dass nicht immer wieder neues Wasser durch den Brunnen geführt werde. Damit sei eine Einsparung von bis zu 15 Millionen Liter Wasser jährlich möglich, wie Mediensprecher Benedikt Anderes auf Anfrage sagt. Auf den Wasserdruck soll die Pumpe keinen Einfluss haben, so Anderes weiter. Die Brunnen würden weiterhin gleich viel Wasser führen wie heute.

Trinkwasser gibts künftig aber trotzdem noch: In unmittelbarer Nähe der Brunnen sollen Trinkwasserstellen geschaffen werden, mit denen auf Knopfdruck Wasser bezogen werden kann, teilte die Stadt weiter mit.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.