Trinkwasserstreit: Initiative für Quellwasser geplant
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Trinkwasserstreit: Initiative für Quellwasser geplant

Anstelle von Wasser aus dem Bach soll in Speicher Trinkwasser
aus dem Bodensee bezogen werden. Nicht allen gefällt diese Massnahme – viele wollen weiterhin ihr eigenes Wasser trinken.

Unter dem Titel Unser Wasser hat die Partei GRAL (Grünes Appenzellerland) die Bevölkerung von Speicher zu ihren Wasserwünschen befragt. Trotz geringer Beteiligung war das Ergebnis klar: 90 Prozent trinken lieber Wasser aus eigenen Quellen. Der Gemeinderat von Speicher will in Zukunft aber mehr Bodenseewasser beziehen. Denn ein Teil des Wassers, das in der von Trogen und Speicher gemeinsam betriebenen Anlage aufbereitet wird, kommt aus dem Bruderbach.

«Dieses Bachwasser kann leichter verunreinigt werden, wir wollen es darum nicht mehr», so der Gemeindepräsident Christian Breitenmoser. Speicher kann das aber nicht ohne Trogen bestimmen. Dort wurde zum Bachwasser noch kein Entscheid gefällt, wie Gemeindepräsident Bruno Eigenmann bestätigt.

GRAL-Präsident Tim Walker kämpft gegen das Bodenseewasser und betont: «Die Qualität unseres Trinkwassers ist gut.» Es könne vor Ort genutzt werden, deshalb werde weniger Energie verbraucht. Bei einem Entscheid gegen das Bruderbachwasser will er darum eine Initiative zum Schutz des eigenen Trinkwassers lancieren: «Der Entwurf liegt in der Schublade.»

(ann)

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