Aktualisiert 23.01.2015 16:26

Oberes Baselbiet

Trinkwasservorräte gehen langsam zur Neige

Infolge von Schadstoffbelastung sind im Baselbiet mehrere Grundwasserpumpen ausgeschaltet. Einzelnen Gemeinden droht Trinkwasserknappheit.

von
lha
Wasserknappheit im Oberbaselbiet: Die Gemeinde Bubendorf ruft die Bevölkerung mit einem Flyer zum sparsamen Wasserverbrauch auf.

Wasserknappheit im Oberbaselbiet: Die Gemeinde Bubendorf ruft die Bevölkerung mit einem Flyer zum sparsamen Wasserverbrauch auf.

Seit dem 18. Januar sind die Grundwasserpumpen von Hölstein, Bubendorf, Liestal, Füllinsdorf und Frenkendorf ausser Betrieb. Sie wurden abgestellt, nachdem an besagtem Tag mehrere hundert Forellen in der Frenke verendet waren. Ursache des Fischsterbens war ein Teilausfall der Abwasserreinigungsanlage Ara Frenke 2 in Niederdorf infolge einer chemischen Verunreinigung. Die genaue Ursache konnte aber bis dato nicht eruiert werden, deshalb bleiben die Grundwasserpumpen weiterhin abgestellt – vorerst auch über das ganze Wochenende.

«Die Trinkwasserversorgung ist momentan im ganzen Gebiet sichergestellt», teilte der Kantonale Krisenstab am Freitagnachmittag mit. Das gilt für den Moment. «Weil sich die Versorgungslage bei starkem Regen oder Schneefall verändern könnte, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Trinkwasserversorgung in einzelnen Gemeinden problematisch werden könnte», warnt Dieter Leutwyler, Sprecher des Krisenstabs.

Aufruf zu sparsamem Wasserverbrauch

Besonders in den Gemeinden Seltisberg und Lupsingen könne das Trinkwasser knapp werden. Aber auch in Bubendorf, wo bereits die Notleitung aus Ziefen angezapft wurde, wird die Bevölkerung nun zur Sparsamkeit aufgerufen. Die Einwohnergemeinde verteilt am Samstag erneut ein Flugblatt an die Bevölkerung, das zu minimaler Wasseranwendung bei Körperpflege, WC-Benützung und Wäsche anhält.

Der Kantonale Krisenstab hat bereits die Koordination und Planung für eine notfallmässige Trinkwasserabgabe im betroffenen Gebiet übernommen. Für die Bevölkerung wurde zudem eine neue Hotline eingerichtet, die über die Nummer 0800 800 112 erreicht werden kann.

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