30.06.2016 16:19

Schweizer betroffen

Trojaner sperrt Ihr Handy und fordert Lösegeld

Viermal mehr Fälle als noch vor einem Jahr: Fiese Erpresser-Software macht sich auch in der Schweiz auf Smartphones breit, warnen Sicherheitsexperten.

von
lia
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Kriminelle blockieren immer häufiger Smartphones, um Lösegeld zu fordern. Ein Untersuchung des Sicherheitsunternehmens Kaspersky verzeichnete viermal mehr Fälle als noch 2015.

Kriminelle blockieren immer häufiger Smartphones, um Lösegeld zu fordern. Ein Untersuchung des Sicherheitsunternehmens Kaspersky verzeichnete viermal mehr Fälle als noch 2015.

Flickr / Robert Agthe
Eine der entdeckten Erpresser-Softwares heisst Trojan-Ransom.AndroidOS.Fusob und treibt in über 100 Ländern ihr Unwesen. Wobei sich die Schweiz zusammen mit Deutschland, Grossbritannien und Italien in der Top Ten der meistbetroffenen Länder befindet.

Eine der entdeckten Erpresser-Softwares heisst Trojan-Ransom.AndroidOS.Fusob und treibt in über 100 Ländern ihr Unwesen. Wobei sich die Schweiz zusammen mit Deutschland, Grossbritannien und Italien in der Top Ten der meistbetroffenen Länder befindet.

Kaspersky
Der Trojaner befällt ausschliesslich Android-Smartphones, meistens über Porno-Websites, heisst es im Bericht. Er täusche ein Update vor, um sich auf dem Gerät einzunisten.

Der Trojaner befällt ausschliesslich Android-Smartphones, meistens über Porno-Websites, heisst es im Bericht. Er täusche ein Update vor, um sich auf dem Gerät einzunisten.

Kaspersky

Fälle von Schadsoftware, die ganze Unternehmen lahmlegen, füllten die Schlagzeilen der letzten Monate. In einer zweijährigen Untersuchung deckten Kaspersky-Sicherheitsexperten nun auf, dass auch immer mehr Smartphone-Besitzer mithilfe von Ransomware erpresst werden: Viermal mehr Fälle als noch 2015 verzeichnete das Unternehmen.

Eine der entdeckten Ransomwares heisse Trojan-Ransom.AndroidOS.Fusob und treibe in über 100 Ländern ihr Unwesen. Wobei sich die Schweiz zusammen mit Deutschland, Grossbritannien und Italien in den Top Ten der meistbetroffenen Länder befinde.

Verbreitet sich via Porno-Websites

Der Trojaner befalle ausschliesslich Android-Smartphones, meistens über Porno-Websites. Er täusche ein Update vor, um sich auf dem Gerät einzunisten, heisst es. Sobald er installiert ist, sendet er demnach unter anderem Informationen über das Gerät sowie über das Bewegungsprofil und die Kontaktliste des Users an den Server der Angreifer.

Sobald diese den Befehl geben, blockiert der Trojaner das Gerät und fordert Lösegeld, um es wieder freizuschalten. Für gewöhnlich werden 100 bis 200 Dollar in Form von iTunes-Gutscheinen verlangt. Dieses Vorgehen ist bereits von Smart-TV-Hacks bekannt. Kaspersky vermutete Kriminelle aus Russland hinter den Angreifern.

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