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Tropfenzähler für den Baregg

Wenn im Sommer der ausgebaute Bareggtunnel in Betrieb geht, sind Staus auf der A1 bis vor Zürich zu befürchten.

Die Kantone Zürich und Aargau wollen Tempomanagement und ein «Tropfenzähler»-System an den Zufahrten als Gegenmittel einsetzen.

Rund 100 000 Fahrzeuge befahren täglich die A1 im Limmattal. Mit der Öffnung aller drei Tunnelröhren am Baregg ab dem 3. August drohen sich indes die Staus am Baregg zum Limmattalerkreuz und dem Gubristtunnel der Nordumfahrung Zürich zu verlagern, wie Vertreter der Kantone Aargau und Zürich am Donnerstag erklärten.

«Tropfenzähler» gegen Staus

Die Zürcher Baudirektorin Dorothée Fierz und der Aargauer Baudirektor Peter C. Beyeler präsentierten vor den Medien in Baden AG eine Reihe von Sofortmassnahmen, um den Verkehrsraum besser zu nutzen und den Verkehrsfluss zu erhöhen. Herzstück ist ein «Tropfenzähler»-System an den Autobahnzufahrten.

Mittels Lichtsignalanlagen soll dabei den Autos bei Staugefahr die Zufahrt zur A1 nur einzeln gewährt werden. Dies soll Rückstaus auf der Autobahn vermeiden. Damit es bei den Zufahrten nicht zu Staus bis zurück auf die Hauptverkehrsstrassen kommt, soll bei den Einfahrten zudem zusätzlicher Stauraum geschaffen werden.

Tempomanagement auf A1

Diese sogenannte Anschlussbewirtschaftung erfolgt bei den Autobahnzufahrten Weiningen, Urdorf Nord und Dietikon in Richtung St. Gallen sowie bei den Zufahrten Affoltern und Seebach in Richtung Bern. Geht die Verkehrsbelastung auf der Autobahn zurück, wird das System jeweils ausgeschaltet.

Laut Beyeler hat sich ein solcher «Tropfenzähler» während der Bauzeit am Baregg beim Anschluss Baden West bereits bewährt. Unterstützt werden soll das System durch eine Temposteuerung mit Wechselsignalen zwischen Mägenwil AG und Dietikon ZH: Bei stärkerem Verkehr werden geringere Höchstgeschwindigkeiten angezeigt.

1,5 Prozent mehr Verkehr

Oberstes Ziel sei, den Verkehr auf der A1 flüssig zu halten, Ausweichverkehr zu vermeiden und die Gemeinden vor Mehrverkehr zu schützen, sagte Dorothée Fierz. Längerfristig müsse allerdings der Engpass Gubrist beseitigt werden. Nach der Eröffnung aller drei Tunnelröhren am Baregg erwarten die Behörden auf der A1 im Limmattal rund 1,5 Prozent mehr Verkehr.

(sda)

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