Aktualisiert 18.05.2005 20:06

Trotz Fahrverbot: Bramberg ist beliebt bei Fahrlehrern

Gut sichtbar steht das Schild: Zubringerdienst gestattet. Trotzdem wird das Bramberg-Quartier von Fahrlehrern als Übungsstrecke missbraucht.

«Wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, sehe ich ständig Fahrlehrer durch die Geissmattstrasse fahren», sagt Anwohnerin Corinne Meier. Bei den von 20 Minuten kontaktierten Fahrschulen wehrt man ab: «Offiziell fahren wir nicht über die Geissmattstrasse.» Anders bei der Fahrschule Burri: «Unsere Töfflehrer haben ihre Übungsstrecken, und dazu gehört auch die Geissmattstrasse.» Fahrlehrer Marc Matzinger aus Neuenkirch, der gestern im Quartier beobachtet wurde, sagt: «Ich muss wohl einen Schüler abgeholt haben.» So genau kann er sich nicht mehr erinnern. Ähnlich tönts bei seinen Kollegen.

Werner Hoffmann, Chef Verkehr und Prävention der Stadtpolizei Luzern: «Als Übungsstrecke für Fahrlehrer ist die Geissmattstrasse tabu. Dort ist nur Zubringerdienst gestattet.» Ein unberechtigtes Durchfahren kostet 100 Franken. Ausnahmen, so Hoffmann, gelten für Taxis. Fahrlehrerin Irene Piacentini kennt das Problem: «Ich würde ja auch gerne durchfahren, aber ich kann doch nicht Wasser predigen und Wein trinken.» Anwohnerin Meier gibt überdies zu bedenken: «Die 30er-Begrenzung wurde zu unserer Sicherheit eingeführt. Die Fahrschulen tragen nicht gerade dazu bei.»

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