Aktualisiert 25.08.2015 13:54

SchweizTrotz Frankenschock wächst die Beschäftigung

Eine Studie des Bundesamts für Statistik zeigt: Nach Branchen nimmt das Gesundheits- und Sozialwesen mit 26'000 Beschäftigten am stärksten zu.

von
nab
Die stärkste Zunahme gibt es beim Gesundheits- und Sozialwesen mit 4,7 Prozent: Eine Pflegerin macht das Bett (Archivbild).

Die stärkste Zunahme gibt es beim Gesundheits- und Sozialwesen mit 4,7 Prozent: Eine Pflegerin macht das Bett (Archivbild).

Trotz Frankenschock hat die Beschäftigung in der Schweiz im zweiten Quartal 2015 zugenommen. Die Zahl der Beschäftigten stieg gegenüber dem ersten Quartal um 0,4 Prozent.

Innert Jahresfrist beträgt die Zunahme 1,2 Prozent auf 4,244 Millionen Beschäftigte. Auch auf Vollzeitstellen gerechnet, resultierte ein Plus (+1,1 Prozent), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Alle sieben Grossregionen sichern eine Zunahme

Allerdings legte nur der Dienstleistungssektor zu (+1,6 Prozent im Jahresvergleich), während die Industrie eine leicht abnehmende Tendenz zeigte (–0,1 Prozent). Damit gingen in der Industrie 2000 Stellen verloren, während bei den Dienstleistern 50'000 Stellen hinzukamen.

Nach Branchen legte das Gesundheits- und Sozialwesen am stärksten zu, nämlich um 26'000 Beschäftigte oder 4,7 Prozent. Demgegenüber büsste das Gastgewerbe um 0,7 Prozent ein.

In allen sieben Grossregionen wurde eine Zunahme der Beschäftigung gemessen. Am stärksten legte die Zentralschweiz zu (+3,6 Prozent). Während der Dienstleistungssektor in allen Regionen expandierte, schrumpfte die Beschäftigung in der Industrie in der Genferseeregion (–1,4 Prozent), im Espace Mittelland (–0,9 Prozent) und in der Ostschweiz (–0,4 Prozent).

Weniger offene Stellen

Auch wenn der Arbeitsmarkt auf Konjunkturschocks wie die Aufhebung des Euromindestkurses nur verzögert reagiert, zeigten sich bereits im zweiten Quartal einige Eintrübungen der Lage. So sank die Zahl der offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr um 4400 oder 8,3 Prozent. In der Industrie allein sind es gar 23,5 Prozent weniger, im Dienstleistungssektor beträgt der Rückgang 2,9 Prozent.

Und der Indikator der Beschäftigungsaussichten ist leicht zurückgegangen (–1,4 Prozent). Er lag aber weiterhin über dem Wert von 1,00, sowohl im sekundären (1,01) als auch im tertiären Sektor (1,03). Diese Ergebnisse sprechen laut BFS dafür, dass der Personalbestand im dritten Quartal in der Industrie stagnieren und im Dienstleistungssektor weiter ansteigen wird.

Die besten Aussichten gibt es wiederum in der Informatikbranche. In der Industrie sind die Beschäftigungsaussichten nur in der Uhrenbranche und im Baugewerbe positiv. (nab/sda)

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