Reservierung bei Swiss: Trotz Gebühr – keine Garantie für Wunschplatz

Aktualisiert

Reservierung bei SwissTrotz Gebühr – keine Garantie für Wunschplatz

Wer seinen Platz im Swiss-Flieger im Voraus reservieren will, muss dafür zahlen. Dennoch ist nicht sicher, dass man seinen Wunschplatz erhält. Passagiere sind verärgert.

von
L. Frommberg
Passagiere im Swiss-Flieger: Einen bestimmten Platz kann man nicht reservieren.

Passagiere im Swiss-Flieger: Einen bestimmten Platz kann man nicht reservieren.

Wer auf Europa-Flügen der Swiss einen bestimmten Sitzplatz haben will, der kann sich diesen mit einer Gebühr sichern. Vor allem beruflich Reisende, die in Eile sind und schnell aussteigen wollen, machen von der Möglichkeit Gebrauch und reservieren einen der vorderen Plätze direkt hinter der Business-Class. Doch auch Reisende mit einer Präferenz für Fenster- oder Gangplätze nutzen die Möglichkeit. Einer von ihnen war 20-Minuten-Leser Stefan F. (Name der Redaktion bekannt).

«Da ich gross bin und etwas mehr Beinfreiheit benötige, hatte ich einen Platz beim Notausgang gebucht», berichtet er. 19 Franken war ihm das wert. Doch dann erklärte man ihm, dass er aus betrieblichen Gründen auf den Platz 4C umgebucht worden sei, der kein Notausgangsplatz ist. Zufälligerweise traf der Vielflieger dann am Flughafen einen Kollegen, der denselben Flug gebucht hatte – ohne zu reservieren. Und der sass dann schliesslich auf Platz 11C – dem Wunschplatz von Stefan S.

Swiss ist das Problem bekannt

Der Swiss ist bei der Reservierung nicht etwa ein Fehler unterlaufen. Es könne vorkommen, dass der kostenpflichtig reservierte Platz aus operationellen Gründen kurz vor dem Flug noch geändert werde, so Sprecherin Sonja Ptassek zu 20 Minuten. «Garantiert werden lediglich Sitzkategorien, keine bestimmten Sitznummern.» Kategorien seien etwa Fenster- oder Gangplatz für neun Franken sowie die «Preferred Zone» direkt hinter der Business Class für 19 Franken.

Dass der Wunschplatz nicht gewährt wird, könne verschiedene Gründe haben. Einer davon wäre der Wechsel auf einen anderen Flugzeugtyp mit einer anderen Konfiguration. Es könne auch sein, dass wegen weniger Business-Class-Buchungen der Vorhang nach vorne geschoben werde und sich so die Anzahl der Reihen hinter der teuersten Buchungsklasse ändere. Das, so heisst es von Swiss, sei wohl bei Leser Stefan F. passiert.

«Prüfen neue Möglichkeiten»

Die Airline übt aber auch Kritik an sich selbst. Denn das Problem, dass Reisende über die Änderung des kostenpflichtig reservierten Sitzplatzes klagen, sei bekannt. «Uns ist bewusst, dass die Transparenz bei der Sitzplatzreservierung noch nicht optimal ist», so Swiss-Sprecherin Ptassek. Man prüfe Möglichkeiten, wie man die Kommunikation gegenüber dem Kunden so verbessern kann, dass es nicht mehr zu Verwirrungen komme.

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