Trotz Gewinneinbruch ist Gurit guter Hoffnung
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Trotz Gewinneinbruch ist Gurit guter Hoffnung

Der Hochleistungskunststoffe-Hersteller Gurit ist nach einem wenig erfolgreichen 2007 gut ins neue Jahr gestartet.

Der beschlossene Massnahmenplan nach dem Gewinneinbruch im letzten Jahr beginne zu greifen, das Unternehmen sei auf Kurs.

Gurit musste 2007, wie bereits im Januar kommuniziert, einen herben Gewinneinbruch hinnehmen Nur dank Buchgewinnen aus Immobilienverkäufen weist das Toggenburger Unternehmen einen Reingewinn von 1,0 Millionen Franken aus, nach 28,7 Millionen Franken ein Jahr zuvor.

Das Betriebsergebnis (EBIT) einschliesslich der Immobilienverkäufe liegt leicht höher als noch im Januar angekündigt und beträgt 3,5 Millionen Franken. 2006 lag dieser Wert bei 27,5 Millionen Franken. Der Umsatz verbesserte sich um 17,7 Prozent auf 448 Millionen Franken.

Wie Gurit am Montag mitteilte, bezahlen die Aktionäre den drastischen Gewinnrückgang mit einer auf 6.50 Franken, pro Aktie halbierten Dividende.

Gurit kündigte im Januar einen umfassenden Massnahmenplan an. Neben der im November angekündigten Schliessung des Werks in Ittigen BE mit einem Verlust von 30 Stellen und der Reduktion von bis zu 40 Stellen im britischen Newport werden auch in Magog/Kanada 25 Stellen abgebaut.

Die ersten Trends zeigten, dass die Massnahmen zu greifen beginnen, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie hätten bereits «erkennbar» zur operativen Stärkung beigetragen. Das Unternehmen sei aufgrund der finanziellen Entwicklung in den beiden ersten Monaten 2008 «gut auf Kurs».

Für das Gesamtjahr erwartet Gurit einen um 7 bis 10 Prozent steigenden Gruppenumsatz von rund 480 bis 490 Millionen Franken und eine EBIT-Marge von vier Prozent. Ab 2009 rechnet Gurit wieder mit Wachstumsraten über zehn Prozent und für 2010 mit einer EBIT-Marge zwischen 8 und 10 Prozent.

Der Gurit-Aktien eröffneten am Montag bei 767 Franken. Im Vergleich zum Schlussstand vom Freitag ist dies ein Minus von zwei Prozent. (sda)

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