Trotz Inflation – zu Weihnachten gibts mehr und teurere Geschenke

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Mindestens 50 FrankenTrotz Inflation – zu Weihnachten gibts mehr und teurere Geschenke

Vieles wird teurer, aber bei Weihnachtsgeschenken ist die Schweizer Bevölkerung spendierfreudig. Das sind die beliebtesten Geschenke für unter den Baum.

von
Fabian Pöschl
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Für Weihnachtsgeschenke geben die Menschen in der Schweiz mehr aus als im letzten Jahr.

Für Weihnachtsgeschenke geben die Menschen in der Schweiz mehr aus als im letzten Jahr.

20min/Michael Scherrer
Laut einer Umfrage wollen 76 Prozent der Befragten mindestens 50 Franken pro Geschenk ausgeben, 2021 waren es erst 58 Prozent.

Laut einer Umfrage wollen 76 Prozent der Befragten mindestens 50 Franken pro Geschenk ausgeben, 2021 waren es erst 58 Prozent.

20min/Marco Zangger
«Für andere Personen sind wir eher bereit, grosszügig zu sein, da wird der Preis nicht immer eins zu eins berücksichtigt», sagt Wirtschafts- und Konsumpsychologe Jörn Basel von der Hochschule Luzern.

«Für andere Personen sind wir eher bereit, grosszügig zu sein, da wird der Preis nicht immer eins zu eins berücksichtigt», sagt Wirtschafts- und Konsumpsychologe Jörn Basel von der Hochschule Luzern.

20min/Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Viele Menschen in der Schweiz wollen dieses Jahr mehr für Geschenke ausgeben.

  • Sie wollen nun auch mehr Personen beschenken – acht statt sechs Menschen.

  • Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke sind nach wie vor die Klassiker.

Der Inflation zum Trotz oder gerade deswegen planen viele in der Schweiz, noch mehr für Weihnachtsgeschenke auszugeben als im Vorjahr. Bei einer Umfrage sagten 76 Prozent, dass sie für ein Geschenk im Schnitt 50 Franken oder mehr ausgeben. 2021 waren es erst 58 Prozent, die mindestens 50 Franken zahlen wollten, wie Bring! Labs in einer Medienmitteilung schreibt.

Die Firma hinter der Prospekte-App Profital und der Einkaufslisten-App Bring! befragte online über 1000 Menschen in der Schweiz. Dabei stellte sie fest: Es sind nicht nur mehr Leute bereit, einen höheren Betrag pro Geschenk zu zahlen, sie schenken auch mehr. So wollen die Befragten im Schnitt acht Personen beschenken, 2021 waren es noch sechs Leute.

Zahlst du dieses Jahr auch mehr für Weihnachtsgeschenke?

Schweizerinnen und Schweizer würden mehr Geschenke vergeben, weil sie an grössere Feiern gehen werden. «Nach Corona wollen die Leute nicht mehr nur im engsten Kreis feiern», sagt Raphael Thommen, Chief Commercial Officer von Bring!, zu 20 Minuten.

Dieser Erklärung stimmt auch Wirtschafts- und Konsumpsychologe Jörn Basel von der Hochschule Luzern zu. Nach Corona gebe es wieder mehr Möglichkeiten, Geschenke zu überreichen. «Wir feiern nicht mehr nur mit der Familie, sondern auch mit den besten Freundinnen und Freunden, mit dem Jass-Stammtisch oder mit der Abteilung in der Firma», sagt Basel zu 20 Minuten.

«Für andere Personen sind wir eher bereit, grosszügig zu sein»

Auch für die Bereitschaft, mehr für Geschenke zu zahlen, gebe es Gründe. «Die Inflation in der Schweiz ist noch nicht so spürbar wie in anderen Ländern. Sie tut dem Portemonnaie noch nicht so weh, dass man hausinterne Sparmassnahmen einleitet», so Basel.

Wenn nun ein Geschenk 55 Franken und damit zehn Franken mehr koste als im Vorjahr, verzichte man deswegen nicht auf den Kauf. «Bei Geschenken sind wir nicht so statisch wie für unseren Bedarf. Für andere Personen sind wir eher bereit, grosszügig zu sein, da wird der Preis nicht immer eins zu eins berücksichtigt», so Basel.

Das sind die beliebtesten Weihnachtsgeschenke

Die Hälfte der Umfrageteilnehmenden hat den Geschenkekauf bereits begonnen oder fängt jetzt im November damit an. 66 Prozent nutzen dafür Aktionen und Angebote, etwa an Shopping-Tagen wie Black Friday. Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke sind laut Umfrageteilnehmenden in Deutschland und der Schweiz nach wie vor die Klassiker: Nummer eins sind Bücher und Spiele (65 Prozent), gefolgt von Kleidung (45 Prozent), Elektronik (41 Prozent) und Kosmetik (37 Prozent).

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