Ausschreitungen: Trotz Krawallen: «Cupfinal muss in Bern bleiben»
Aktualisiert

AusschreitungenTrotz Krawallen: «Cupfinal muss in Bern bleiben»

Die Krawalle vor dem Cupfinal beschäftigen die Berner Politiker. Soll der Cupfinal noch in Bern ausgetragen werden?

von
Claudio Gagliardi

Prügel, Petarden und zertrümmerte Scheiben: Den Bernern wird der Cupfinal FC Basel – Grasshoppers in schlechter Erinnerung bleiben. Geschäfte und Cafés beim Käfigturm verzeichnen nach den Ausschreitungen zwischen GC- und FCB-Chaoten Schäden. Die Toiletten des Starbucks wurden verschmiert und überflutet, im Brillengeschäft Fielmann zertrümmerten Hooligans die Eingangstüre. Der Schaden beträgt mehrere tausend Franken.

Dazu kommen hohe Sicherheitskosten: «Die Polizei musste mehrere tausend Arbeitsstunden leisten, die der Steuerzahler bezahlen muss», sagt Sicherheitsdirektor Reto Nause. Kurz nach den Krawallen dachte er auch laut darüber nach, ob in Bern überhaupt wegen der Randale noch Cupfinals ausgetragen werden sollen.

Härtere Gangart gefordert

«Auf jeden Fall. Der Cupfinal gehört in die Hauptstadt», entgegnet SVP-Stadtrat Roland Jakob. «Der linken Stadtregierung fehlt der Mut, bestehendes Recht umzusetzen. Die Deeskalationsstrategie der Regierung hat versagt.»

GFL-Stadtrat Manuel C. Widmer fordert ebenfalls, härter durchzugreifen: «Bei uns gilt ein Vermummungsverbot. Verstösse dagegen kann man auch ohne Hooligan-Konkordat ahnden.» Für Widmer steht trotz Randale fest: «Der Cupfinal muss in Bern bleiben.»

Deine Meinung