Presseschau: «Trotz Krisen und Kriegen Aufbruchstimmung»
Aktualisiert

Presseschau«Trotz Krisen und Kriegen Aufbruchstimmung»

«Erneuerung, Mut, Verantwortung, Aufbruch» sind Begriffe, die in den Kommentaren der Schweizer Zeitungen zur Amtseinsetzung von Barack Obama zum 44. Präsidenten der USA immer wieder vorkommen.

«Tag der Erneuerung» betitelt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) ihren Kommentar. Niemand verkörpere die Erneuerungsfähigkeit besser als Präsident Obama. Die zwei Millionen Amerikaner, die der Amtseinsetzung beiwohnten, hätten ein Zeichen gesetzt, dass ihr Land trotz «Krise und Kriegen noch immer zu Aufbruchstimmung fähig sei».

«Acht dunkle, verschwendete Jahre sind vorbei», schreibt der Tages-Anzeiger. Allerdings stehe Obama «vor einer schweren, fast übermenschlichen Aufgabe». Doch wie grosse Präsidenten vor ihm, wisse er, dass Amerika immer dann über sich hinauswachsen kann, wenn das Dunkel am tiefsten ist.

«Eine neue Kultur der Verantwortung» schreibt der Experte der Berner Zeitung. Obama benutze das düstere Bild aus der Ära Bush, um die Nation aufzurütteln und zur Verantwortung zu rufen.

Etwas befremdend wirkt allerdings, dass der Berner Zeitung die Waldfrau von Bolligen eine grössere Schlagzeile Wert ist als die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten.

«Ein neuer Morgen in den Vereinigten Staaten», jubelt schon fast die Südostschweiz. Mit dem «Weltbürger» im Weissen Haus bewiesen die USA ihre erstaunliche Fähigkeit zur Selbsterneuerung.

Weniger euphorisch gibt sich Der Bund. «Obama ist auch nur ein Politiker», lautet der Kommentar. Früher oder später würden seine Anhänger Enttäuschungen erleben. Er werde längst nicht alle in ihn gesteckten Hoffnungen erfüllen können und die USA über Nacht in ein anderes Land verwandeln.

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