Aktualisiert 15.02.2006 22:57

Trotz Rekordgewinn: Aktien der CS gaben kräftig nach

Die Credit Suisse hat letztes Jahr Rekordgewinne geschrieben. Die überaus hohen Markterwartungen wurden aber verfehlt. Die Anleger reagieren verärgert.

Trotz boomender Finanzmärkte steigerte die CS den Gewinn 2005 nur um bescheidene 4% auf 5,85 Milliarden Franken. «Die Zahl sieht tief aus», räumte CS-Chef Oswald Grübel bei der Bilanzpräsentation ein. Das Resultat wurde wieder durch Sonderfaktoren verhagelt: Eine in letzter Sekunde vorgenommene Umbuchung von Mitarbeiteraktien und Rückstellungen für US-Rechtsfälle drückten den Gewinn um 1,6 Mia. Franken.

Analysten kritisierten auch die stark gestiegenen Kosten: Im vierten Quartal lag der Aufwand mehr als ein Viertel über dem der Vorjahresperiode. Der Quartalsgewinn verfehlte mit 1,1 Mia. Franken die Prognosen um eine halbe Milliarde. Die Reaktion an der Börse folgte prompt: Die CS-Aktie verlor zeitweise mehr als 8% und schloss bei einem Kurs von 72,15 Franken 7,5% im Minus.

Vor der CS lieferten bereits die Börsenschwergewichte UBS, Lonza, BP und Intel Resultate unter den Erwartungen. «Das ist noch kein Grund zur Verunsicherung», sagt ZKB-Analyst Claude Zehnder. «Noch immer liegen 58 Prozent der Unternehmen über den Erwartungen, in den USA sogar über 60 Prozent.»

(mhb)

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